Autoscout 24 streicht eine Führungsebene

Online-Gebrauchtfahrzeugbörse will agiler werden

| Autor: Dominik Faust

Felix Frank (li.) und Sebastian Lorenz
Felix Frank (li.) und Sebastian Lorenz (Bild: Autoscout 24)

Die einzigen beiden Senior Vice Presidents der Autoscout 24 GmbH verlassen das Unternehmen. Ihre Stellen werden gestrichen, die Funktionen übernimmt die bislang untergeordnete Management-Ebene.

Die Onlinebörse Autoscout 24 krempelt ihre Führungsstruktur um. Damit einher geht der Abbau von Hierarchien, da die beiden Manager Stephan Spaete und Christian Bubenheim aus dem Unternehmen ausscheiden. Sie hatten in den vergangenen beiden Jahren in erster Linie die Onlinebörse nach außen hin vertreten.

Vor nicht einmal drei Jahren war Stephan Spaete von Mobile.de zu Autoscout 24 als Senior Vice President Sales & Operations gewechselt. Jetzt hat er den größten Online-Automarkt Europas mit unbekanntem Ziel wieder verlassen. Mit Spaete ist auch Christian Bubenheim „in gegenseitigem Einvernehmen“ aus dem Unternehmen ausgeschieden, wie es in einer Pressemitteilung des Onlinemarktplatzes heißt.

Geschäftsführer Greg Ellis hatte 2014 viel vor mit Spaete. Er bezeichnete ihn damals als „renommierten Vertriebsexperten, der die Herausforderungen des deutschen Online-Automobilhandels kennt wie kaum ein anderer“. Ellis wollte Autoscout 24 mit Spaete stärken und voranbringen.

In den zwei Jahren und acht Monaten seines Wirkens hat Spaete gemäß heutiger Pressemeldung eine neue Sales-Strategie für Autoscout 24 aufgesetzt sowie „die Vertriebsstruktur marktnah ausgestaltet“. Christian Bubenheim habe das Marketing bei Autoscout 24 neu aufgestellt und den Produktbereich im Sinne von „Consumer first“ ausgerichtet. Beide werden nun durch Sebastian Lorenz, Vice President Consumer Marketing & Product, und Felix Frank, Vice President Customer Marketing & Product, ersetzt.

Die Manager waren schon im Unternehmen, als ihre jetzigen Vorgänger hinzukamen. Sie waren auch schon an Bord, als im Juni 2014 die beiden damaligen Geschäftsführer Alberto Sanz de Lama und Andre Stark das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verließen und der CEO der Scout-24-Gruppe, Greg Ellis, die Geschäftsführung von Autoscout 24 interimistisch übernahm.

Neben Lorenz und Frank gibt es noch weitere Vice Presidents. Dazu gehören etwa Marc Hundacker (zuständig für Advertising Sales) und Dominikus Kirchhoff (verantwortlich für Dealer Sales). Sie berichteten bisher ebenfalls an Stephan Spaete. Als Grund für den Wegfall seiner Position und der von Christian Bubenheim nennt das Unternehmen das Ziel einer kompakten und agilen Führungsstruktur.

Die Autoscout 24 GmbH ist eine Tochter der Scout 24 AG, an der der Finanzinvestor Hellman & Friedman mit 27,3 Prozent und die Deutsche Telekom mit 10,9 Prozent beteiligt sind.

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