EU-Motorradmarkt: Zugpferd D

Motorradkonjunktur brummt

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Stephan Maderner

Der deutsche Motorradmarkt ist 2016 hinter Italien die Nummer zwei in Europa, hat aber Frankreich überflügelt.
Der deutsche Motorradmarkt ist 2016 hinter Italien die Nummer zwei in Europa, hat aber Frankreich überflügelt. (Bild: European Community)

Etwas über eine Million Motorräder wurden in der Saison 2016 in der Europäischen Union zugelassen. 13,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Am meisten davon in Italien, gefolgt von Deutschland und Frankreich.

Nach den jüngsten Daten, die der Verband Europäischer Motorradhersteller (Acem) veröffentlichte, ist Deutschland seit 2016 der zweitgrößte Motorradmarkt der Europäischen Union. Insgesamt wurden vergangenes Jahr in Deutschland 174.624 Motorräder zugelassen (d.h. Fahrzeuge mit zwei oder drei Rädern und einer Motorleistung von mehr als 50 cm³). Dies entspricht einer Steigerung von 15,1 Prozent im Vergleich zu den im Jahr 2015 zugelassenen 151.661 Motorrädern.

Italien ist mit 195.290 im Jahr 2016 zugelassenen Einheiten nach wie vor der größte Markt für Motorräder in Europa (plus 13,5 Prozent im Jahresvergleich). Auch andere große europäische Motorradmärkte entwickelten sich positiv: In Frankreich wurden 163.335 Einheiten (plus 6,6 Prozent) zugelassen – das reichte für Platz drei der Motorradgrößen in der EU. Dahinter folgt Spanien mit 155.003 Einheiten (plus 17 Prozent), und Großbritannien: 119.889 Fahrzeuge (plus 13,4 Prozent).

Insgesamt stiegen die Zulassungen von Motorrädern in der Europäischen Union (1.009.529 Einheiten) im Jahr 2016 um 13,3 Prozent im Vergleich zu 2015 (891.219 Einheiten).

Kleinkraftrad-Zulassungen in der Europäischen Union

Die Zulassungen von Kleinkrafträdern (d.h. leichten Fahrzeugen mit zwei oder drei Rädern und einer Motorleistung von 50 cm³ oder weniger) gingen in Deutschland von 32.368 auf 30.109 Einheiten (minus 6,9 Prozent) zurück, stiegen jedoch in einigen der großen europäischen Märkte wie Spanien (17.173 Einheiten, plus 7,6 Prozent) und den Niederlanden (67.825 Einheiten, plus 2,9 Prozent) an und blieben in Frankreich (89.732 Einheiten, plus 0,1 Prozent) und Italien (24.575 Einheiten, minus 0,2 Prozent) stabil.

2016 wurden in Europa insgesamt 327.826 Kleinkrafträder zugelassen, was einem Rückgang um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Kombinierte Zulassungen von Motorrädern und Kleinkrafträdern

Die kombinierten Zulassungen von Motorrädern und Kleinkrafträdern in der EU haben sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 Prozent erhöht. Die Gesamtzulassungen beliefen sich auf 1.307.200 Einheiten, wobei in allen größeren europäischen Märkten erhebliche Zuwächse erzielt wurden. Frankreich ist nach wie vor der größte europäische Markt für leichte Fahrzeuge (253.067 Einheiten, plus 4,2 Prozent 2016), gefolgt von Italien (219.865 Einheiten, plus 11,8 Prozent), Deutschland (174.264 Einheiten, plus 15,1 Prozent), Spanien (172.176 Einheiten, plus 15,9 Prozent) und Großbritannien (128.637 Einheiten, plus 11,7 Prozent).

Zulassungen nach Hubraum

Die meisten Motorräder, Kleinkrafträder und Vierradfahrzeuge, die im Jahr 2016 in Europa zugelassen wurden, haben einen Hubraum von weniger als 125 cm (672.551 Einheiten, 49 Prozent). Fahrzeuge mit einer Zylinderkapazität von 126 bis 500 cm³ machten 19 Prozent der Gesamtzahl (268.103 Einheiten) aus, ziemlich ähnlich wie die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge mit Motoren zwischen 500 und 1.000 cm³ (20,6 Prozent, 283,868 Einheiten). Schließlich betrafen Fahrzeuge mit Motoren von 1.000 cm³ oder mehr nur 150.444 Einheiten (10,9 Prozent der Gesamtmenge).

Zulassungen von Elektrofahrzeugen

Die Zulassungen von Elektrofahrzeugen in der EU erreichten insgesamt 22.402 Einheiten. Die meisten Elektrofahrzeuge, die in Europa verkauft wurden, waren Mopeds (11.314 Einheiten, 50,5 Prozent) und Elektromotorräder (3.513 Fahrzeuge, 15,7 Prozent). Anmeldungen von elektrischen Quad-Fahrzeugen (d.h. leichten vierrädrigen Fahrzeugen) machten 31,9 Prozent der gesamten europäischen Zulassungen von Elektrofahrzeugen (7.148 Einheiten) aus.

Die größten Märkte für elektrisch angetriebene Fahrzeuge in Europa waren: Frankreich (7.396 Einheiten), Niederlande (5.203 Einheiten), Italien (2.385 Einheiten), Spanien (1.604 Einheiten) und Deutschland (1.501 Einheiten). 2016 machten Elektrofahrzeuge etwa 1,6 Prozent aller Zulassungen aus, die in der Europäischen Union als Fahrzeuge der L-Kategorie (d. h. Mopeds, Motorräder und Vierradfahrzeuge) bekannt sind.

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