Feuertaufe für den neuen deutschen Rennsportzirkus

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Zwischendurch war es auch mal eifeltypisch ziemlich nass auf der Piste.
Zwischendurch war es auch mal eifeltypisch ziemlich nass auf der Piste. (Bild: Motorpresse Stuttgart)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 20/2017/II), Folge 505: Ich bin zwar nicht gerade als eingefleischter Fan der Motorradrennsportszene bekannt, möchte mich aber in dieser Kolumne dennoch...

...einmal für die PS-Szene auf zwei Rädern stark machen. Herzlichen Glückwunsch an die Veranstalter der neuen IDM! Die Internationale Deutsche Meisterschaft hat am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring einen fulminanten Neustart hingelegt: mehr Zuschauer als im Vorjahr und jede Menge Action auf und neben der Piste. „Die neue IDM ist auf dem richtigen Kurs“ stellt folgerichtig der Industrie-Verband Motorrad fest, der zusammen mit den Marken BMW Motorrad, Honda, Kawasaki und Suzuki die Arbeitsgruppe Motorsport (AGM) gegründet hat, deren Handschrift das neue Konzept trägt.

Den üblichen Wetterkapriolen zum Trotz wurde der Saisonauftakt in der Eifel zu einem Motorsport-Festival erster Güte. In der IDM Superbike 1000, der Top-Klasse in Deutschlands höchster Motorrad- Straßenrennsportserie, ging ein rekordverdächtiges Feld von 35 Fahrern auf insgesamt fünf Motorradmarken an den Start: BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha.

Männer, die lichterloh für ihr Werk brennen

An dieser Stelle möchte ich explizit das Engagement zweier wichtiger Treiber des Events hervorheben. Wer sich wie AGM-Sprecher Henning Putzke und sein Stellvertreter Jan Breckwoldt persönlich so für eine Sache ins Zeug legt – ja, der BMW- und Suzuki-Mann brennen sogar lichterloh für „ihr“ Ding – dem darf man ruhig auch mal auf die breite PS-Schulter klopfen. In diesen selbstsüchtigen Zeiten, wo jeder nur an sein persönliches Fortkommen zu glauben scheint, loben wir uns untereinander viel zu wenig, finden Sie nicht auch? Komplimente tun gut und helfen mit, dass aus brennendem Engagement nicht allzu schnell ein Burnout wird.

Beginn einer neuen Ära?

Die Chancen, dass diese wichtige deutsche Motorrad-Rennserie langfristig erhalten bleibt, und auch in Zukunft nachhaltig Business- und Geschäftsimpulse für Händler und Werkstätten liefert, haben sich nach der gelungenen Premiere wieder deutlich verbessert. Das Unternehmen „Motorrad-Rennsport in Deutschland“ hat auch dank der Moderation des Industrieverbands unter Hauptgeschäftsführer Reiner Brendicke Fahrt aufgenommen. Ihren Teil zum Premierenerfolg beigetragen hat auch das Action Team von „Motorrad“. Der neue Dienstleister hat sich bei seiner Feuertaufe mit viel Manpower und Ehrgeiz in die neue Aufgabe gestürzt.

Für die IDM scheint tatsächlich eine neue Ära angebrochen zu sein. Alle Beteiligten ziehen an einem Strang, um die Meisterschaft, in der hochklassiger Rennsport geboten werden soll, zukunftssicher zu machen. Das nächste Kapitel wird im belgischen Zolder geschrieben, wo der IDM-Rennzirkus vom 7. bis 9. Juli 2017 das nächste Mal seine Zelte aufschlägt.

UMFRAGE
Wie ist das Gebrauchtfahrzeuggeschäft 2017 bisher gelaufen?
Bild: Stephan Maderner

Viel schlechter als 2016

42 %

Schlechter als 2016

16 %

Wie 2016

16 %

Besser als 2016

21 %

Sehr viel besser als 2016

5 %

Spamschutz:

Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein:

Die Rennsportwelt hält den Atem an

Just beim Schreiben dieses Speedlogs platzte leider eine nicht nur für Rennsportfans traurige Nachricht herein. Der US-amerikanische Moto-GP-Fahrer Nicky Hayden vom Red-Bull-Honda-World-Superbike-Team wurde während einer Fahrradtour in Rimini von einem Auto angefahren. Derzeit befindet er sich mit schwersten Verletzungen auf der Intensivstation des Maurizio-Bufalini-Krankenhauses in Cesana. Neben seiner Freundin Jackie sind am Donnerstag Abend nun auch seine Mutter Rose und sein Bruder Tommy aus den USA eingetroffen, wie der Honda-Rennstall mitteilte. Die Ärzte hätten folgendes Statement zum Gesundheitszustand von Nicky Hayden herausgegeben: „Nicky Hayden’s clinical condition remains extremely critical. The young man, who is still in the intensive care unit, has suffered a serious polytrauma with subsequent serious cerebral damage. The prognosis remains reserved.” Hmmh, das hört sich wirklich nicht gut an. Wir schließen uns den Genesungswünschen aus aller Welt an und hoffen das Beste für einen der berühmtesten Motorradrennfahrer der Gegenwart.

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