Handelsplattform ohne Herstellers Fesseln

Interessante Alternative für freie Händler

| Autor: Stephan Maderner

Zwopro – Die Zweiradprofis ist eine neue Handelsplattform für den Zweiradhandel.
Zwopro – Die Zweiradprofis ist eine neue Handelsplattform für den Zweiradhandel. (Bild: Zwopro)

Klaus-Peter Schäfer von der Handelsberatungsfirma V-Optima will sich mit seiner unabhängigen Einkaufs- und Handelsplattform Zwopro um die Händler kümmern, die Netzbereinigungen zum Opfer fielen oder sich nicht mehr länger von den Herstellern knebeln lassen wollen.

Klaus-Peter Schäfer ist ein Mann mit viel Energie im Blut und kennt die deutsche Handelsszene aus dem Effeff. Der Branchen- und Vertriebsprofi (zuletzt bei Triumph und Horex im Vertrieb und der Händlernetzentwicklung beschäftigt) ist seit einiger Zeit mit seiner Handelsberatungsfirma V-Optima mit Sitz im mittelhessischen Mittenaar selbstständig unterwegs und macht nun mit einer neuen Plattform für Händler namens „Zwopro“ von sich reden.

Zwopro steht als Abkürzung für Zweiradprofis und ist nach eigenen Angaben „die neue starke Handelsplattform für den Zweiradhandel“. Viele ehemalige Vertrags-Zweiradhändler (nach einer Händlernetzbereinigung) und Freie Werkstätten – so Schäfers Argumentationskette – stünden als Einzelkämpfer da und könnten etwa nicht von den Vorteilen eines gemeinsamen Markenauftritts profitieren. Zu Rabattvorteilen eingekauft werden können bei Zwopro Originalersatzteile, Neufahrzeuge, aber auch Werkstattausrüstung, Customizingteile sowie Bekleidung.

Renommierte Partner an Bord

Renommierte Partner sind bereits a Bord. Dazu zählen u.a. Rukka, Roleff, Wilbers, J+A Zweirad oder Profi Products. Im Einkauf will Schäfer außerdem mit weiteren Zubehör- und Werkzeugherstellern, Öllieferanten, Ladenausstattern, Banken im Sektor Wholesale- und Retailfinanzierung, Versicherungen (Betriebs-, Fahrzeug- und Garantieversicherung sowie EDV-Spezialisten zusammenarbeiten.

Welchen Vorteil bietet Zwopro dem Zweiradhandel? Klaus-Peter Schäfer: „Mit Moto-Rad-Profis bieten wir eine starke, herstellerunabhängige Marke, mit gemeinsamen Werbe- und Marketingauftritt, die in der Außenwirkung dem Kunden Vertrauen bietet und mit der sich jeder Händler wie ein markengebundener Händler vor Ort aufstellen kann und die Einkaufsplattform einer starken Gemeinschaft.“

„Die Zeit war einfach reif“

Die Zeit für eine solche Plattform sei einfach reif gewesen, so Schäfer. Viele Motorradhändler hätten sich aus den Kernbereichen des Fachhandels immer weiter zurückgezogen. Man überlasse Filialisten wie Louis, Polo und Hein Gericke große Bereiche, die der Fachhandel noch vor wenigen Jahren selbst bedient habe. „Die Hersteller erhöhen den Abnahmedruck und die Forderungen an Investitionen z.B. teure Corporate-Identity-Vorgaben und Ladenausstattung verursachen oft hohe Kosten – ohne daraus direkte Erträge erzielen zu können“, erklärt Schäfer. „Seien Sie wieder Herr im eigenen Haus“ lautet sein Credo.

Die Leistungen für den Zweiradhandel

Welche Leistungen bietet Zwopro dem Zweiradhandel? Schäfer kann sie auswendig aufzählen: Außendarstellung als Zwopro, professionelle Webseite, günstige Einkaufskonditionen bei den Systempartnern, gemeinsame Werbung, die größer, auffälliger und günstiger ist, als alleinige Werbung des Händlers, Auftritt als starke Gruppe, technische Unterstützung, Support bei allen Fragen rund um Verkauf, Marketing, Werbung und Service.

Was das Ganze kostet

Noch Fragen? Ein Klick auf die Website – dort gibt's weitere interessante Infos. Und was soll das Ganze kosten? Für das Zwopro-Grundmodul (Nutzung der Warenzeichen, Zwopro-Website, Einkauf von Zubehör und Bekleidung) wird eine einmalige Listungsgebühr von 250 Euro fällig. Hinzu kommt dann eine monatliche Systemgebühr in Höhe von 50 Euro. Hinzu buchen können die Händler weitere Services wie den Zwopro-Bike-Marktplatz (Neue, Gebrauchte) für 50 Euro einmalig und monatlich 30 Euro sowie den Zwopro-Parts-Marktplatz (50 Euro einmalig und 20 Euro im Monat) oder auch individuell abzurechnende Betriebsberatungen für Verkauf, Showroom, Signalisation, After Sales, Werkstatt und Organisation.

Zwopro mit Zukunft?

Dem Konzept kann absolute Zukunftsfähigkeit bescheinigt werden – wenn genügend Händler mitmachen. Die größte Herausforderung für dieses Start-up eines Old-School-Bikeprofis ist wohl die leider allenthalben zu konstatierende Beratungsresistenz von Motorradhändlern. Mit dem neuen Angebot sollte man sich aber auf jeden Fall einmal beschäftigen.

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