Honda: Die Kurvenräuber im Wirtshaus zum Spessart

Honda zündet sein 2013er Modell-Feuerwerk

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Stephan Maderner

(Foto: Stephan Maderner)

Alle Jahre wieder lädt Honda Motor Deutschland zu seinen Testtagen in den Spessart. Am 26. April waren auch Martina Eicher und Stephan Maderner von der »bike und business«-Redaktion on the road mit vielen neuen Modellen.

Bei bestem Bikerwetter – trockenen Straßen und 18 Grad – starten wir morgens um acht Uhr im Verlagshof unsere beide Maschinen. Die »bike und business«-Redaktionsassistentin Martina Eicher auf ihrer privaten Honda NC 700 X und der Autor mit einer Yamaha-XJR-1300-Testmaschine. Ziel ist das Hotel Brunnenhof in Weibersbrunn – seit einigen Jahren traditionell das Basislager für die Honda-Testtage. Mit von der Partie sind an diesem Tag exakt 36 Testfahrer, darunter drei Bikerinnen.

Honda-Motorrad-PR-Chef Oliver Franz und die Technik-Mannen um den Testfuhrpark- und Eventleiter Stefan Beckmann (in personam Oliver Danisch und Tom Mieth) haben wie immer einen beeindruckenden Fahrzeugpool mit gefühlt über 60 Maschinen aufgefahren. Von 50 cm³ bis 1.800 cm³, vom kleinen Roller bis zur Honda Gold Wing F6B, ist alles da, was der größte Motorradbauer der Welt im Programm hat. Selbst die neue Honda MSX 125, die im Mai nach Europa kommt, steht zum Anschauen und Anfassen zur Verfügung.

Das Fahrerlager rekrutiert sich aus Fotografen, Journalisten und Motorradbloggern. Das garantiert an solchen Tagen, dass die Marke Honda auf Facebook, Twitter & Co. unumstritten die Bilderhoheit auf den Zweirad-Netzwerken im WWW erobert.

Größter Motorradproduzent der Welt

15,4 Millionen motorisierte Zweiräder hat Honda 2012 weltweit verkauft. 11,7 Millionen (76 Prozent aller Einheiten) entfallen dabei auf Asien und Ozeanien, 1,65 Millionen auf Südamerika (11 Prozent), 335.000 auf Europa, Mittlerer und Naher Osten sowie Afrika (2 Prozent), 264.000 auf Nordamerika (2 Prozent) und 221.000 auf dem japanischen Heimatmarkt (1 Prozent). Dazu kommen noch 3,8 Millionen Automobile und 6,1 Millionen Einheiten im Bereich Power Equipment (Motorboot, Rasenmäher etc.).

Der europäische Markt mit der Zentrale in Langley (Großbritannien) bilanzierte für das Verkaufsjahr 2012 insgesamt 1.293.225 Einheiten. Davon entfielen 967.354 auf Power Equipment, 177.738 Motorräder und 148.133 Pkws. Auf der Gehaltsliste stehen 8.000 Mitarbeiter. Die fünf europäischen Fertigungsstätten sind Montesa (Spanien/Motorrad), Orleans (Frankreich/Power Equipment), Swindon (Großbritannien/Auto), Atessa (Italien/Motorrad und Power Equipment) sowie Gebze (Türkei/Auto).

Seit 1. April befindet sich die Zentrale der Honda Deutschland GmbH in Frankurt am Main. Mehr Details im Bericht Der Musterbetrieb.

Motorrad-Sommermärchen von 2012 reloaded?

Mit der Einführung der neuen NC-Reihe hat Honda 2012 laut Oliver Franz ein „Motorrad-Sommermärchen“ geschrieben. Zusammen wurden die drei Modelle NC 700 S, NC 700 X und Integra hierzulande über 3.500 mal verkauft. Und auch 2013 soll sich der Erfolg wiederholen: Es stehen zehn neue Modelle am Start – von 50 cm³ bis 1.800 cm³. Es sind dies:

Honda NSC 50 R

Verkaufsstart war Dezember 2012. Geplant für 2013 sind 900 Fahrzeugverkäufe. Seine Attribute: Sportlich, praktisch und flexibel. Pluspunkt: Der werksseitig angegebene extrem geringe Krafststoffverbrauch von 1,6 Litern auf 100 km. Preis: 2.195 Euro (inkl. Fracht; Repsol-Zuschlag: 50 Euro)

Honda CB 500 F

Die CB 500 F soll im Naked-Segment über 400 cm³ auf Anhieb den bisherigen Top 3-Kandidaten Kawasaki ER-6, BMW F 800 R und Yamaha XJ 6 Marktanteile abjagen. Einfaches Handling und ein Design im CB 1000 R-Look sollen 900 Käufer für das 5.755 Euro teure Teil hierzulande finden.

Honda CBR 500 R

Sie soll das Mittelklasse-Supersportsegment beflügeln und der Honda CBR 600 F sowie Honda CBR 250 R zur Seite stehen und dem Wettbewerbsbike Suzuki GSX-R 750 Einheiten abtrotzen. Kraftstoffverbrauch: 3,7 l/100 km. Verkaufsplan 2013: 900 Fahrzeuge. Preis: 6.255 Euro.

Honda CB 500 X

Das Mittelklasse-Modell im Crosstourer-Design soll beim Kunden mit einfachem Handling und dem leichten Gewicht (195 kg) punkten. Der Angriff gilt BMW F 800 GS und Suzuki V-Strom 650 sowie der Belebung des Intrabrand-Wettbewerbes: Honda NC 700 X. Da der Verkaufsstart erst im Juni erfolgt, wurden 400 Einheiten als Ziel ausgegeben. Kostenpunkt: 6.255 Euro.

Honda CBR 600 RR

Generell befindet sich das 600er-Supersport-Segment seit Jahren auf Sinkflug. Dennoch gibt Honda nicht auf und lanciert die 600er Doppel R. Hier führten 2012 die Honda CBR 600 F (563 Einheiten), Suzuki GSX-R 750 (558) und Suzuki GSX-R 600 (365) die Verkaufshitliste an. Die CBR 600 RR besticht durch eine Showa Big Piston-Vordergabel, besitzt den elektronischen Lenkungsdämpfer (HESD), verfügt über eine Unit ProLink-Hinterradaufhängung und hat ein elektronisch gesteuertes Combined-ABS an Bord. 400 Kunden sollen 2013 für diese heiße Maschine 12.885 Euro ausgeben.

Honda Gold Wing F6B

Diese abgespeckte Gold Wing im „Bagger“-Style verzichtet auf das ausladende Topcase, kommt mit einer kurzen Windschutzscheibe aus, braucht kein Airbag-System und auch kein GPS-Navi. 100 solvente Kunden – so malt sich das Honda aus – legen 2013 die erforderlichen 24.945 Euro auf den Tisch.

Honda CB 1100

Die CB 750 Four aus dem Jahr 1969 war der Urahn für die neue CB 1100. Im Klassiksegment wildert sie im Revier von Triumph Bonneville, Kawasaki W 800 udn Moto Guzzi V7 Classic. Für Hondas Chefdesigner Mitsuyoshi Kohama war klar: „es musste einfach ein luftgekühlter Motor sein...“ Das Bike vereint seine klassischen Details mit den Sicherheitsstandards von heute. 600 Bikes waren geplant, 600 Bikes wurden zum Preis von 11.255 Euro bereits verkauft. „Sold out“, sagt Oliver Franz. In Weibersbrunn gab es eine Sonderedition von LSL Motorradtechnik zu Bestaunen.

Besonders auffallend war die Speichen-Optik. Ein Feature, für das in der LSL-Zubehörliste ein Preis von round about 2.000 Euro abegrufen werden. Doch sieht das echt tierisch gut aus.

Honda NSS 300 Forza

Bis zur Stadtgrenze. Und noch weiter. Der NSS 300 Forza erfüllt das Bedürfnis nach mehr Freiheit und unbeschwertem Fortkommen in der Stadt. Mit seiner formschönen, funktionalen Verkleidung, dem bestens abgestimmten Fahrwerk und seinem leistungsstarken Antrieb (24,5 PS) ist er schon heute ein Paradebeispiel für die Mobilität von morgen. Kostet: 5.555 Euro.

Honda SH 125 i

Seit 1983 ist der SH einer der Könige des Stadtdschungels, der in punkto Stil und Zuverlässigkeit in ganz Europa Maßstäbe setzt. Mit dem neuen SH 125 i wird die Messlatte nochmals höher gesetzt. Dies wird nicht allein durch den neuen, modernen e-SP (enhanced Smart Power) Motor mit Start-Stopp-Automatik bewiesen, der in seiner Klasse die Benchmark für Effizienz und Umweltfreundlichkeit darstellt. Preis: 3.675 Euro.

Fazit: Honda hat ein beeindruckendes Modellfeuerwerk für die Saison 2013 gezündet. Jetzt liegt es an den Kunden, die Verkaufsräume der Händler zu stürmen. Ausgewählte Berichte vom Honda-Testtag in der Blogger-Szene finden Sie unter anderem auch bei:

Mojomag

Schrägermeister

Griesgram999

Moppedhexe.

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