Yamaha Tricity: Der neue Meister des U-Turns

Mit dem 125er Dreirad will sich Yamaha ein neues Kundensegment erschließen

| Redakteur: Stephan Maderner

Yamaha Tricity 125: Die neue Leichtigkeit der urbanen Mobilität.
Yamaha Tricity 125: Die neue Leichtigkeit der urbanen Mobilität. (Foto: Yamaha)

Das Yamaha-Dreirad Tricity 125 will nicht im Marktrevier des Piaggio MP3, Peugeot Metropolis oder Quadro wildern, sondern macht lieber gleich eine eigene Fahrzeuggattung auf: das Lightweight-Trike.

Vorbei an Kisten voller bunter Tulpen und anderen Marktuntensilien, zentimeterknapp vorbei an Fußgängern, die in Coffee-Shops drängen oder in die zahlreichen Schwulen-Kneipen der Szene, über kopfsteingepflasterte Brücken, ständig Fahrrädern, 50er-Rollern und Lieferwagen ausweichend, die entlang der Grachten und Gässchen Amsterdams ihrem großstädtischen Vorwärtsdrang ausleben – für die internationale Presse-Testfahrten des Yamaha Tricity haben sich die Verantwortlichen von Yamaha Motor Europe instinktsicher wieder genau den passenden Platz ausgesucht. Die virile holländische Metropole ist in ihrem Kern, aber auch den Stadtrandgebieten prädestiniert für ein Fahrzeug, das weder ein Fahrrad noch ein Roller ist sondern eben ein leichtes und ebenso wendiges Dreirad, mit der Möglichkeit, damit sich und seine täglichen Notwendigkeiten zu transportieren.

Der Tricity ist als klassisches Zweit- oder Drittfahrzeug für Pendler konzipiert, das den täglichen Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder den Uni-Campus perfekt meistert. Als Touringoption tut sich der Tricity allerdings nur schwer hervor. Denn obwohl mit drei Räder versehen, darf man als Pkw-Fahrer mit seiner Lizenz den Tricity nicht automatisch fahren. Außer man kann einen Lappen vorzuweisen, der vor dem 1. April 1980 abgestempelt wurde. Der Radstand der beiden Tricity-Vorderräder ist einfach zu schmal und eine erforderliche Fußbremse fehlt ebenfalls. Ganz bewusst haben die Yamaha-Strategen verzichtet, größere Zielgruppen anzusprechen. Wettbewerbsdreiräder wie Piaggio MP3, Peugeot Metropolis oder Quadro dürfen nämlich mit dem Autoführerschein pilotiert werden, vorausgesetzt dieser wurde nicht nach dem 19. Januar 2013 gemacht.

Mit dem 11-PS-Motor, den Yamaha aus einer bestehenden asiatischen Variante geholt hat, und mit seinen vollgetankt nur 152 Kilogramm „Kampfgewicht“ ist der Tricity ein Meister des U-Turns. Das Roller-ähnliche leichte Handling bietet dank des innovativen Dreirad-Konzepts wirklich eine sensationelle Laufstabilität. Nicht mal Hollandradfahren ist schöner.

„Wir werden für neue Kunden die Tür öffnen“, sagt Norihiko Imai, Manager der Produktplanung. „Denn Roller auf kurzen Strecken im Alltagsbetrieb zu nutzen macht Spaß und kann eine Menge Zeit sparen.“ Andere dreirädrige Roller seien für ihn keine wirkliche Alternative: „Denn sie sind schwer und klobig. Mit solchen Fahrzeugen ist es nicht gerade einfach, sich im dichten Verkehr zu bewegen. Der Tricity verfolgt einen anderen Ansatz. Das Fahrzeug ist schmal und kompakt, sodass man gleich merkt, wie einfach der Roller zu beherrschen ist.“

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