Man muss gehen, wenn es am schönsten ist...

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor / Redakteur: Vivian Wetschera / Vivian Wetschera

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Business Media)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 36/2017/II), Folge 535: Der Urlaub des Chefs ist vorbei und so auch meine Zeit bei der Redaktion der »bike und business«. Stephan Maderner hat seinen Chefredakteur-Stuhl zwar wieder in Beschlag genommen...

...darf sich aber heute, an meinem letzten Arbeitstag, noch einmal ausruhen. Das gibt mir Gelegenheit dazu, meine schriftstellerischen Fähigkeiten ein letztes Mal auf die Probe zu stellen und zurückzublicken auf sieben Wochen Praktikum.

Dass es eine gute Zeit werden würde, war mir von Anfang an klar: Ein eigenes Büro und eigenverantwortliches Arbeiten – nicht das, was ich von anderen Praktika kenne, wo man lediglich Kaffee kochen und den Kopierer bedienen darf, beziehungsweise Unternehmen damit überfordert sind, den Praktikanten sinnvolle Arbeiten zuzuweisen.

Nicht so bei der »bike und business«. Die E-Mails überfluteten vom ersten Tag an das Postfach und die Redakteure waren froh, einen Teil ihrer Arbeitslast abgeben zu können. Judith nahm sich volle zwei Tage Zeit, um mich einzuarbeiten und mich mit wertvollen Tipps zur Online-Berichterstattung zu versorgen. Vielen Dank dafür! Stephan freute sich über ein schlankeres E-Mail-Postfach und betraute mich mit Aufgaben wie dem Schalten von Online-Meldungen, Recherche und natürlich dem Ablichten unseres Chefs mit aktuellen Testmaschinen. Einige dieser Ergebnisse konnte man ja bereits auf Facebook und »bike und business« online bestaunen und im Speedlog zeitweise von Judith und mir lesen.

Das Motorrad und Ich

Was habe ich aus der Zeit bei der »bike und business« mitgenommen? Ich durfte in die Welt des Jounalismus und der Zweiräder eintauchen. Auch wenn mein Interesse davor eher bei den Vierrädern angesiedelt war, ist in mir doch der Wunsch gekeimt, mich in Zukunft mehr mit dem Thema Motorrad zu beschäftigen. Wenn man jeden Tag Meldungen schaltet, die sich mit dem neuesten Zubehör, Fahrberichten und Geschichten von Menschen beschäftigen, für die das Thema Motorrad wirklich Leben und Passion bedeutet, dann kann man gar nicht anders als neugierig werden, woher diese Leidenschaft rührt.

Ich habe selten jemanden sagen hören, dass er ins Auto steigt, um den Kopf frei zu kriegen, abzuschalten und den Kick auf einem kurvigen Bergpass zu erleben. Außer vielleicht Cabrio-Fahrer, was den Punkt „Kopf frei kriegen“ angeht. Das Auto erfüllt heutzutage vielmehr einen rein praktischen Nutzen. Beim Kauf spielen Aspekte wie der Platz im Kofferraum und die Sitz- und Einsteigehöhe eine Rolle. Die Passion bleibt in den meisten Fällen aus oder muss anderen, wichtigeren Eigenschaften weichen, es sei denn, man schafft sich den von »bike und business« getesteten Slingshot an, den ich zumindest kurz auf dem Parkplatz bewundern durfte. All diese Aspekte spielen beim Kauf des Motorrads wohl kaum eine Rolle. Natürlich trifft man auch hier die Entscheidung darüber, welchen Zweck das Motorrad erfüllen soll und inwieweit es zumindest das Nötigste transportieren kann – aber dafür gibt es ja genügend Mittel zum Nach- und Aufrüsten. Es sind dann doch eher die persönlichen Präferenzen hinsichtlich Marke, Modell, PS, Gewicht und Adrenalinpotenzial, welche die Kaufentscheidung für das neue Bike eher beeinflussen, als beim Kauf der neuen Familienkutsche.

Habe ich zuvor jemals daran gedacht, den Motorradführerschein zu machen? Niemals. Tu ich es jetzt? Definitiv! Zwar werde ich mich nicht gleich morgen bei der nächstbesten Fahrschule anmelden – dafür fehlen zurzeit sowohl leider die Zeit und das Geld – aber das Interesse ist auf jeden Fall geweckt und schließlich muss man auch Prioritäten setzen. Ich liebäugele sogar schon mit einem ganz bestimmten Bike. Sportlich soll es sein, aber nicht zu schwer. Und natürlich anfängertauglich. Wer weiß? Vielleicht melde ich mich in wenigen Jahren für meine erste »bike und business»-Motorradtour an und bedanke mich bei Stephan Maderner dafür, dass ich durch das Praktikum ein neues Hobby, nein, eine Passion für mich entdeckt habe.

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