Moto Morini: Wagnis, Kapital und eine customized Zukunft

Italienische Kultmarke ist wieder da

| Autor: Stephan Maderner

Corsaro ZZ.
Corsaro ZZ. (Bild: Moto Morini/Amplex 16)

Moto Morini wagt mit frischem Kapital aus den Töpfen des italienischen Fonds Autjann s.r.l. den wirtschaftlichen Neustart.

Am Anfang war Alfonso Morini (1898 bis 1969). Der italienische Mechaniker und Motorradrennfahrer hat 1937 die Marke Moto Morini gegründet. Nach einer Reihe erfolgreicher ikonischer Modelle, zum Beispiel der Corsarino 3½ oder der aufregenden V2 1200 Corsa Corta, wurde das Unternehmen nach lebhafter und wechselvoller Firmenhistorie 2015 von dem familiengeführten italienischen Fonds Autjann s.r.l. übernommen. Der neue Eigentümer möchte mit einer soliden und nachhaltigen Langzeitstrategie der renommierten Motorradmarke wieder Leben einhauchen. Die Ziele sind langfristig angelegt.

Rückblende: In der Vergangenheit wurde die Marke – wie so häufig nach italienischer Art – von einem zum anderen Investor gereicht. 1986 fiel Moto Morini etwa in die Hände der Gebrüder Castiglioni, die in ihrem Konzern neben den Marken Cagiva, Ducati und Husqvarna damals auch Moto Morini unter ihr Dach brachten. Immer wieder wechselten seither die Eigentümer der Marke. Mit im Rennen war zuletzt zum Beispiel auch Paolo Berlusconi, der Bruder des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten, mit seiner Firma Nuova Garelli oder Eagle Bike mit den beiden Mailänder Unternehmern Sandro Capotosti und Ruggeromassimo Jannuzzelli.

Jetzt blickt man mit dem 100 Prozent italienischen Familienfonds Autjann erneut in die Zukunft. Wie nachhaltig sie sein wird, lässt sich zwar nicht mit Gewissheit vorhersehen, doch steckt wohl diesmal ein seriöser Plan dahinter. Im Werk Trivolzio, zwanzig Minuten von Mailand entfernt, werden die Motorräder von hochqualifizierten Technikern nach strengen Qualitätskontrollen handgefertigt. Die Produktionskapazität liegt gegenwärtig bei 500 Motorrädern pro Jahr und kann laut Export- und Salesmanager Ricardo Bertaggia bei Bedarf jederzeit auf das Doppelte hochgefahren werden.

Zur Motorradsaison 2017 steht eine neue Modellserie zur Verfügung. Die Rede ist von der neuen Corsaro ZZ, der ersten Moto Morini-Maschine mit Euro-4-Abgasnorm und ABS. Hinzu kommen die Modelle Scrambler, Granpasso und Granpasso R.

Außerdem entwirft und baut die „One-Off“-Abteilung neue Modelle nach Kundenauftrag zusammen. Als Basisbike dient die Corsaro ZZ. Jedes einzelne Motorrad kann zu 100 Prozent individuell nach Kundengusto entworfen und gebaut werden. Rahmen, Karosserie, Lenker und Sitze lassen sich individuell anpassen. Motto: „Customized for Customers“. „Das Bodywork der Maschine wird von professionellen italienischen Designern begleitet“, so Bertaggia. Ein ganz besonderer Service, der bei einem Motorradhersteller seinesgleichen suche. Am Ende garantiert Moto Morini dem Kunden ein Unikat ab Werk – und liefert ABE und Garantie gleich mit.

Let's ride together

Moto Morini sucht derzeit leidenschaftliche neue Händler in Deutschland, Frankreich und dem United Kingdom. Sie sollen Bock haben, ihrer anspruchsvollen Klientel ein luxuriöses Spielzeug zu verkaufen, das komplett individualisiert umgestaltet werden kann. Moto Morini bietet nach eigenen Angaben überdurchschnittlich hohe Handelsmargen, Werbung und technischen Support direkt vom Hersteller, darunter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Technikschulungen, 24/48-Stunden Ersatzteillieferungen oder den „One-Off“-Umbauservice. „Wir sind ein flexibles Unternehmen, mit dem man einfach und unkompliziert Geschäfte machen kann, und wir lieben unsere Produkte“, so Riccardo Bertaggia. Für 2018 ist ein Vintage-Sport-Bike in Planung und ein neuer Scrambler. Beide Bikes sollen auf der EICMA im November 2017 in Mailand vorgestellt werden. Bertaggia kündigte an, dass die Company künftig jedes Jahr ein neues Bike auf den Markt bringen möchte.

Wer gemeinsam mit Moto Morini wieder auf Wachstumskurs gehen möchte, sollte sich nicht scheuen, Kontakt mit Riccardo Bertaggia, Export- und Salesmanager aufzunehmen: rbertaggia@motomorini.eu, Telefon: +39 348 001 17 837.

Inhalt des Artikels:

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