Statistisches Bundesamt: 2016 so wenig Motorradtote wie noch nie

15,7 Prozent weniger Biker tödlich verunglückt

| Autor: Stephan Maderner

Jetzt zum Saisonstart rät der ADAC Bikern, an Fahrsicherheitstrainings teilzunehmen - zum Wohle der Teilnehmer und im Sinne der Verkehrsunfallstatistik.
Jetzt zum Saisonstart rät der ADAC Bikern, an Fahrsicherheitstrainings teilzunehmen - zum Wohle der Teilnehmer und im Sinne der Verkehrsunfallstatistik. (Bild: ADAC)

Erfreuliche Zahlen hat das Statistische Bundesamt parat: 2016 gab es auf Deutschlands Straßen 7,1 Prozent weniger Verkehrstote. Den prozentual höchsten Rückgang gab es bei den Motorradfahrern.

Im Jahr 2016 starben 3.214 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 245 Getötete oder 7,1 Prozent weniger als im Jahr 2015 (3.459 Getötete). Damit erreichte die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren. Die Zahl der Verletzten stieg 2016 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf rund 396.700 Personen.

Die bisher vorliegenden detaillierten Ergebnisse von Januar bis November 2016 zeigen, dass deutlich weniger Benutzer von Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen wie Motorrädern und -rollern im Straßenverkehr tödlich verunglückten (minus 98 Getötete oder minus 15,7 Prozent). Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2015 verunglückten 639 Biker tödlich, im Jahr 2000 waren es noch 945. Rechnet man diese Statistik hoch, dann wird es 2016 in der Gesamtstatistik insgesamt voraussichtlich 541 Motorradtote geben, so wenig wie nie zuvor in der Geschichte.

Auch die Zahl der getöteten Insassen von Personenkraftwagen ging zurück (minus 45 Getötete oder – 3,1 %). Dagegen kamen mehr Menschen auf einem Kraftrad mit Versicherungskennzeichen wie Kleinkrafträdern und Mofas (plus 5 Getötete oder plus 8,5 Prozent) oder auf einem Fahrrad ums Leben (plus 15 Getötete oder plus 4,3 Prozent).

Ungfallreichstes Jahr seit der Wiedervereinigung

2016 war das unfallreichste Jahr seit der deutschen Vereinigung. Die Polizei nahm im Jahr 2016 rund 2,6 Millionen Unfälle auf, 2,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei 2,3 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden (plus 3,1 Prozent), bei 308 200 Unfällen wurden Personen verletzt oder getötet (plus 0,8 Prozent).

In Bayern, Berlin, Hamburg, im Saarland und in Schleswig-Holstein gab es im Jahr 2016 mehr Verkehrstote als im Vorjahr. Mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen, wo die Zahl der Getöteten gleich geblieben ist, kamen in den übrigen Bundesländern weniger Personen im Straßenverkehr zu Tode. In absoluten Zahlen betrachtet gab es den stärksten Rückgang in Baden-Württemberg mit minus 78 Personen (minus 16,1 Prozent), gefolgt von Brandenburg mit minus 58 Personen (minus 32,4 Prozent).

Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko im Straßenverkehr zu sterben in Sachsen-Anhalt mit 59 Todesopfern und in Mecklenburg-Vorpommern mit 55 Todesopfern je 1 Million Einwohner am höchsten. Weit unter dem Bundesdurchschnitt von 39 Getöteten je 1 Million Einwohner liegen aufgrund ihrer Siedlungsstruktur nach wie vor die Stadtstaaten, aber auch Nordrhein-Westfalen mit 29 Getöteten je 1 Million Einwohner.

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