Bordnetzentlastung löst Startprobleme

Licht schaltet sich erst ein, wenn der Biker im Sattel sitzt

11.02.2011 | Redakteur: Markus Lauer

Bei hubraumstarken Bikes macht oftmals die Batterie schlapp.
Bei hubraumstarken Bikes macht oftmals die Batterie schlapp.

Ein Bordnetz-Management-System ermöglicht es, dass nach dem Anlassen des Motors der volle Ladestrom der geschwächten Batterie zur Verfügung steht.

Besitzer Hubraumstarker Motorräder können ein Lied davon singen: Nach Betätigung des Starterknopfs kommt es plötzlich nicht mehr zu dem erwarteten Starten des hubraumstarken Motorradtriebwerks. Bedingt durch Stromverbrauch oder einem müden Stromspeicher fehlt die benötigte Energie, die dem Anlasser ermöglicht, die Kompression des Triebwerks zu überwinden. Der Motor dreht zu langsam und springt einfach nicht mehr an. Da die Big-Bikes allerdings nicht mehr über einen Kickstarter verfügen, mit dem sie notfalls mobilisiert werden könnten, ist ein Fortkommen damit ausgeschlossen.

Nachdem die Verpflichtung eingeführt wurde, dass Krafträder generell mit Licht fahren müssen, brennt beim Einschalten der Zündung oftmals auch gleichzeitig das Fahrlicht. Dies gilt meist auch für elektrische Heizgriffe und andere Strom-Verbraucher.

Nachteilig wirkt sich dies aus, wenn die Zündung eingeschaltet aber der Motor noch nicht gestartet wird. Obwohl die Motorräder immer höhere Hubräume aufweisen, ist die Batterieleistung im Vergleich zu einem Pkw aus Platz- und Gewichtsgründen nur sehr gering. Demzufolge wird die kleinere Batterie beim Starten auch tiefer entladen.

Bei den Motorrädern, die mittlerweile mit Motorsteuerungen, so genannten ECU’s (Engine Control Unit) ausgerüstet sind, erfordert die Diagnose ein Einschalten der Zündung, um mit der ECU kommunizieren zu können. Hierbei kommt es ebenfalls zu einer Entladung der Batterie durch Scheinwerferlicht und andere Verbraucher.

Diesem Problem nahm sich Holger Sprenger an. Der passionierter Motorradfahrer und Besitzer einer Triumph Rocket III mit 2.300 ccm, störte dieses Manko und der nutzlose Energieverbrauch seiner Rocket. Sprenger entwickelte ein Verfahren zur Bordnetz-Optimierung und Fahrlichtanschaltung von Krafträdern.

„So steht nach dem Anlassen des Triebwerks der volle Ladestrom der geschwächten Batterie zur Verfügung und Fahrlicht sowie elektrisches Zubehör verschwenden im Stand nicht unnötig Energie“, erklärt Sprenger, der die neue Technik an seinem eigenen Hubraumriesen getestet hat.

„Das Licht schaltet sich jetzt erst automatisch ein, wenn der Biker im Sattel sitzt“, so Sprenger. „Dies wird durch Signale der Sensoren ermöglicht, die ohnehin bereits an den meisten Motorrädern vorhanden sind“ verrät er.

Kontakt:

Holger Sprenger

Tel.: 05673/3528

E-Mail: mail@holger-sprenger.de

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 370284 / Technik)