さようなら!– Sayounara Akira Kyuji

Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Wechsel bei Suzuki International Europe GmbH: Masahiko Kato tritt in die Präsidenten-Fußstapfen von Akira Kyuji, der nach vier Jahren erfolgreicher Arbeit in der japanischen Heimat weiter Karriere macht und in Hamamatsu zum General Manager Europa, Nordamerika und Ozeanien aufsteigt.

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(Foto: Suzuki)

Akira Kyuji, President Motorcycle, ATV and Marine kehrt zum 1. Mai 2013 in die Suzuki-Zentrale nach Hamamatsu zurück. Masahiko Kato wird sein Nachfolger bei der Suzuki International Europe GmbH in Bensheim. Der neue Boss wird am 8. Mai in Deutschland erwartet.

Die Branche hat Kyuji-san als weltoffenen, stets freundlichen und verständigen Motorradmanager kennengelernt. Auf einer Japanreise vergangenes Jahr zum Firmensitz in Hamamatsu, an der auch »bike und business« teilnehmen durfte, zeigte er sich als exzellenter Tourguide und Vermittler der japanischen Lebensart (siehe auch Bildergalerie). Unvergessen sein Live-Auftritt in einer Tokioter Karaoke-Bar gemeinsam mit deutschen Journalisten im Jahr 2012.

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Akira Kyuji ist ein angenehm zurückhaltender, doch voller Lebensfreude und positiver Energie steckender Zeitgenosse, der mit viel Esprit und ansteckendem Mutterwitz ausgestattet ist. Er überzeugte durch seine Auftritte vor Branchenpublikum, inspirierte sein Team und entdeckte in jedem noch so perfekten scheinenden operativen Vorgang weiteres Verbesserungspotenzial – ein japanischer Perfektionist mit westlichem Führungsstil!

„Er war der erste Präsident, der die Ohren weit aufgemacht hat für die Anliegen und Wünsche, welche die professionelle europäische Suzuki-Szene an die japanische Marke hatte“, so ein Mitarbeiter aus der Bensheimer Zentrale. Es ging und geht bei Suzuki um Big Bike-Modelle, die sich verkaufen lassen. Akira Kyuji fühlte sich vom westlichen Lebensstil angezogen. Vor seiner Stelle als Präsident von Suzuki International Europe in Bensheim war er einige Jahre in den USA für die japanische Marke unterwegs. Kyuji lebte mit seiner Familie in Frankfurt, wo auch seine beiden Söhne auf die Schule gingen. Der überzeugte Suzuki-Mann kniete sich selbst ziemlich rein, die Lebensgewohnheiten seines Gastlandes kennenzulernen und lernte intensiv dessen Sprache. Sein Deutsch ist ausgezeichnet. Darüber hinaus hat er wertvolles (markt-)technische Know-how über die Player in Motorradhandel und -Industrie sowie deren Kunden gewonnen und dieses Wissen unmittelbar in seine Management-Entscheidungen einbezogen. Ein Pfund, mit dem er jetzt in seiner neuen Position, dem General Manager Bereich Sales Overseas für die Regionen Europa, Nordamerika und Ozeanien, wuchern kann. Auch viele in der Bensheimer Europazentrale hoffen das.

Der Abschiedsbrief

In einem bewegenden offenen Brief verabschiedet sich Akira Kyuji von der europäischen Motorradszene. Wir drucken die Botschaft von Akira Kyuji an dieser Stelle gerne ab:

„Die Zeit vergeht wie im Flug und es ist jetzt schon vier Jahre her, dass ich nach Deutschland gekommen bin. Wie Sie vielleicht schon gehört haben, hat Suzuki Japan zum 1. April 2013 die neue Organisation der Motorradsparte bekanntgegeben und ja, darin habe ich eine neue Position bei Suzuki Japan im Bereich Sales Overseas als General Manager für die Regionen Europa, Nordamerika und Ozeanien.

Das bedeutet, dass ich Deutschland verlassen muss. Die neue Position bei Suzuki Japan ist eine große Herausforderung für mich. Das gesamte Umsatzvolumen meines neuen Verantwortungsbereiches ist 14 mal so hoch wie das, wofür ich in Deutschland zuständig war. Ehrlich gesagt konnte ich die ersten Tage nicht schlafen, nach dem ich von der Ernennung erfahren habe.

Dank Ihrer Hilfe und Unterstützung waren die vier Jahre in Deutschland sehr erfolgreich,wie ich glaube. Ich habe eine Testfahrt mit der Hayabusa auf der Autobahn gemacht, Currywurst mit Kevin Schwantz auf der Intermot gegessen, mit Hans A. Muth über Design diskutiert.

Ich konnte an vielen Pressevorstellungen von Motorrädern, Booten und Motoren teilnehmen und natürlich als Wichtigstes, ich besuchte viele Händler, um mit Ihnen persönlich zu diskutieren, den Suzuki-Händlern für Motorräder, ATVs und Marine. Mein Nachfolger wird Mr. Masahiko Kato. Er arbeitete schon einmal in den 1980er Jahren für Suzuki Deutschland, damals im Ersatzteil-Bereich, und so kennt er sich durchaus im deutschen Markt aus. Ich hoffe, Sie werden ihn ebenso bestmöglich unterstützen.

Wie schon im Suzuki Media-Book 2010 gesagt lautet meine Geschäftsphilosophie: Keine Aufgabe ist so edel oder so unbedeutend, als dass sie nicht die Möglichkeit einer Verbesserung zulässt. Daran werde ich mich auch weiterhin halten und ich verspreche Ihnen, dass ich auch von Japan aus mein Bestes tun werde für Ihr Geschäft mit Suzuki und für den europäischen Markt.

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einmal für Ihre Geschäfte danken und ich möchte Ihnen sagen, dass ich weiterhin an meinem Deutsch arbeiten werde, so dass Sie mich jederzeit in Japan sprechen können. Mit freundlichen Grüßen, Akira Kyuji.“

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