Suchen

2019: Starker Rückgang der Motorradtoten

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen in Deutschland getöteten Kradfahrer ist 2019 im Vergleich zu 2018 um 15,1 Prozent gesunken, das entspricht 105 weniger getöteten Bikern als im Vorjahr. Dafür starben 32,6 Prozent mehr Pedelecfahrer, insgesamt 28.

Firma zum Thema

Die Zahl der Motorradtoten ist 2019 stark zurückgegangen.
Die Zahl der Motorradtoten ist 2019 stark zurückgegangen.
(Bild: Suzuki)

216 weniger Verkehrstote und demnach ein Rückgang um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, meldet der Online-Dienst der Verkehrssicherheitskampagne Runter vom Gas – eine Initiative des Bundesverkehrsministeriums und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Mit einer emotionalen und positiven Ansprache will diese Initiative alle Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren (siehe Video weiter unten).

Runter vom Gas bezieht sich auf die vorläufige Auswertung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Verkehrsjahr 2019. Insgesamt hätten demnach 3.059 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben verloren – ein neuer Tiefststand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Auch die Anzahl der verletzten Verkehrsteilnehmer sank. Insgesamt haben sich rund 384.000 Personen leicht bzw. schwer verletzt, ein Minus von 3,0 Prozent.

Starker Rückgang bei getöteten Kraftradnutzern

Fahrer und Beifahrer von Motorrädern, Mopeds, Motorrollern und anderen Kraftradfahrzeugen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Doch 2019 sank die Zahl der getöteten Kraftradnutzer deutlich. Zwar liegen bislang detaillierte Daten lediglich von Januar bis November vor. Diese zeigen jedoch einen deutlichen Rückgang um 15,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das entspricht 105 weniger getöteten Kraftradnutzern als im gleichen Zeitraum 2018.

Die Anzahl der tödlich verunglückten Insassen von Güterkraftfahrzeugen in diesem Zeitraum ist mit 14,2 Prozent (minus 23 Getötete) ebenso rückläufig. Auch Fußgänger waren sicherer unterwegs: 27 weniger Verkehrstote (minus 6,9 Prozent). Häufiger kamen Nutzer von Pedelecs zu Tode, insgesamt 28, ein Anstieg um 32,6 Prozent. Die seit vergangenem Sommer in vielen Städten umherflitzenden und umstrittenen E-Scooter sind dagegen noch nicht extra ausgewiesen.

Negative Entwicklung in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen

In drei Bundesländern verzeichnete die Polizei einen Anstieg der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr, nämlich in Niedersachsen (plus 14 Getötete), Mecklenburg-Vorpommern (plus 3 Getötete) und in Bremen (plus 2 Getötete). In den übrigen Bundesländern verunglückten weniger Verkehrsteilnehmer tödlich. Die stärksten Rückgänge verzeichnete die Polizei in absoluten Zahlen betrachtet in Bayern (minus 77 Getötete), Sachsen (minus 38 Getötete) und Nordrhein-Westfalen (minus 32 Getötete).

Gemessen an der Einwohnerzahl kamen am seltensten Verkehrsteilnehmer in den Stadtstaaten ums Leben. Die Bilanz weist 11 Getötete pro eine Million Einwohner in Berlin, 12 Getötete pro eine Million Einwohner in Bremen sowie 15 Getötete pro eine Million Einwohner in Hamburg aus – diese liegen demnach deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 37 Getöteten pro eine Millionen Einwohner. Schlusslichter waren im vergangenen Jahr Sachsen-Anhalt (62 Getötete pro eine Million Einwohner), Mecklenburg-Vorpommern (55 Getötete pro eine Million Einwohner) und Niedersachsen (54 Getötete pro eine Million Einwohner).

Mehr Verkehrsunfälle in 2019

2019 hat die Polizei insgesamt 2,7 Millionen Unfälle aufgenommen, eine Erhöhung um 1,9 Prozent im Vergleich zu 2018. Der Schweregrad verteilt sich dabei wie folgt: 2,4 Millionen Unfälle mit Sachschäden ohne verunglückte Personen (plus 2,5 Prozent), 300.200 Unfälle mit verletzten oder getöteten Beteiligten (minus 2,8 Prozent).

(ID:46387504)