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24/7 oder Wege aus der Burnoutfalle

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 47/2014/II). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
(Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Würzburg, den 21. November 2014 – Haben Sie schon einmal von der Abkürzung 24/7 gehört? „Twentyfourseven“ bezeichnet im anglo-amerikanischen Kulturraum die ständige Bereitschaft bzw. bestimmte Verfügbarkeit einer Dienstleistung oder auch die Fähigkeit eines Gerätes oder einer Maschine zum Dauerbetrieb. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche - diese Formel greift auch hierzulande immer weiter um sich. Sich „rund um die Uhr“ im Einsatz zu befinden, so fühlen sich immer mehr Inhaber, Chefs, leitende Angestellte in Handel und Industrie; gerade in der emotionalen Motorradbranche, die mit relativ wenig Manpower und Personalressourcen das Maximum herausholen muss, um am Markt zu überleben. Die Crux ist nur, dass wir keine Maschinen sind, sondern Menschen. Und die haben einen äußerst empfindlichen und komplizierten Wartungsplan, wenn Sie mal nicht rund laufen oder gar ausfallen.

Denn bei aller Begeisterung, mit der wir in unseren Jobs unterwegs sind, und die zwangsläufig auch dazu führt, dass wir viel Zeit investieren und in Stresszeiten auch nach Feierabend zuhause noch weiterarbeiten (physisch wie gedanklich) sollten wir aufpassen, uns nicht zu verbrennen. Können Sie wirklich gänzlich ausschließen, nicht selbst einmal in die Burnout-Falle zu geraten? Das schöne deutsche Wörtchen Feierabend kommt von „Feiern“. Wie oft hatten Sie dieses Jahr nach vermeintlich getaner Arbeit wirklich Zeit, etwas zu feiern? Oder zu relaxen, die Seele baumeln zu lassen, ein schönes Buch zu lesen oder sich gemeinsam mit Ihrem Partner einen spannenden Film im Kino anzuschauen? Gönnen Sie sich mal eine Auszeit vom anstrengenden Tagwerk, legen Sie den Schalter um und verlassen die gehetzte Agenda. Schaufeln Sie Ihre Gedanken frei, holen Sie sich frische Inspirationen und Ideen und verlassen die Gitter des (goldenen?) Käfigs Ihres Betriebes. Wie sagte mir jüngst der Berliner BMW- und Kawasaki-Händler Axel Roewer: "Wichtig ist das Verlassen des eigenen Betriebes, um den Kopf freizubekommen". Bestimmt haben Sie dieses Zitat bereits in meinem Editorial in der aktuellen Printausgabe gelesen. Anlass zur Flucht vom Alltag gibt »bike und business« mit seiner Fachtagung am kommenden Donnerstag, den 27. November. Entdecken Sie (wie ich gestern Abend im Science-fiction-Kinofilm „Interstellar“) die Zukunft; veränderte Blickwinkel, neue, interessante und vielleicht sogar fantastische Welten von morgen und übermorgen. Informieren Sie sich in entspannter Atmosphäre, was unsere 16 (!) Referenten an diesem Tag für Sie vorbereitet haben. Holen Sie sich die neuesten Trends und Kontakte der Branche bei unseren 35 Ausstellern. Und vor allem: Feiern Sie mit uns die große, grandiose Nacht der Motorradhändler, die wir dieses Jahr bereits zum zehnten Mal zelebrieren. Wir versprechen Ihnen einen echten „Feier“abend. Zeit für Glücksgefühle, Emotionen und Stolz. Stolz in einer Branche zu arbeiten, für die es sich lohnt und für die es uns wert ist, uns manchmal auch 24/7 einzusetzen.

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