8. Vogel After-Work-Ride: Ein motorisiertes Sommermärchen

Elf Bikes auf Kurven-Jagd

| Redakteur: Viktoria Hahn

Gelungene Ausfahrt – In den Weinbergen bei Stetten verabschiedeten sich die ersten Biker.
Gelungene Ausfahrt – In den Weinbergen bei Stetten verabschiedeten sich die ersten Biker. (Bild: Stephan Maderner)

Genau sieben Wochen nach der letzten Ausgabe des Vogel-After-Work-Rides führte eine traumhafte 140-Kilometer-Rundtour die zwölf Teilnehmer der achten Feierabend-Ausfahrt der Würzburger Medienprofis von den Headquarters der Company Richtung Norden.

Die Gründe für den Ausritt an diesem Juli-Montag? Das herrliche Wetter mit strahlendem Sonnenschein war auf jeden Fall einer davon und wenn uns dann noch das liebste Hobby der Deutschen in diesem Jahr bereits nach den WM-Gruppenspielen verwehrt wurde, konnte man sich wenigstens ungestört einer weiteren beliebten sommerlichen Freizeitbeschäftigung widmen: dem Motorradfahren. Die einzigen Unterschiede: das Bier war alkoholfrei und statt 22 Männern, die auf der Mattscheibe einem Ball hinterherjagen, konnte man sich im Fall der Vogelianer-Tour die wunderschöne Landschaft Unterfrankens anschauen – live und in Farbe inklusive intensiver olfaktorischer Reize.

Auf los geht's los

Die Abfahrt war von Chefredakteur Stephan Maderner auf 17 Uhr 30 angesetzt worden und der Vorplatz vor dem Vogel-Haupteingang füllte sich bereits eine gute Viertelstunde vorher mit den elf Zweirädern der Teilnehmer (der Vogel-Bikemarschall hasst Unpünktlichkeit). An Modellen waren aufgefahren u.a.: eine Oldie-BMW R 80/7, eine Triumph Street Triple, eine Yamaha XT 600, eine Suzuki GSX 1000 und eine Honda Fireblade. Schmuckstücke und Hingucker waren zweifelsohne die beiden aktuellen Redaktions-Testmaschinen – eine BMW R-Nine-T Racer und eine Kawasaki Z 900 RS. Im Starterfeld war also definitiv für jeden Geschmack etwas dabei.

Trotz schweißtreibender 26 Grad Lufttemperatur durfte mit der Tradition eines ausgiebigen Pre-Ride-Fotoshootings natürlich nicht gebrochen werden. »kfz-betrieb«-Management-Redakteur Dominik Faust übernahm dieses Mal die Aufgabe des Paparazzo, knipste einige gelungene Bilder und hielt sogar die Abfahrt in Video-Form fest (vom zweiten Stock herab filmte der NIU-Stromscooter-Fahrer oscarreif den Startschuss aus der Vogelperspektive!). Vielen Dank an dieser Stelle dafür. Sechs Minuten vor dem geplanten Startschuss kam es zur ersten Challenge des Abends. Der Gegner: die fortgeschrittene Zeit und ein leerer Tank der Kawasaki. In nur sechs Minuten schaffte es der Fahrer, Technik-Redakteur Holger Schweitzer, sein Testfahrzeug vollzutanken und so konnte es endlich losgehen:

Vom Schlusslicht zum Tour-Guide

Die Biker-Kolonne setzte sich fast pünktlich in Bewegung, raus aus der Würzburger Innenstadt, Richtung Norden in den Gramschatzer Wald. Auf Stephans BMW R 1200 GS Triple Black, die mit Felix Hoffmanns BMW das Schlusslicht der Gruppe bildete, ließ es sich als Sozia dieses Mal besonders gut aushalten, denn der hinten angebrachte Koffer fungierte wunderbar als Rückenlehne (so wurde aus Stephans Sissy-Bar an diesem Abend halt eine Viki-Bar). Schnell wechselte das Bild von grauen Häuserfronten und Stadtverkehr zu weiten Feldern und grünen Wiesen und die Motorräder vor uns reihten sich auf den schmalen Landstraßen auf wie eine Perlenkette.

Nachdem Philipp Dotzler, der Tour-Guide des Abends, nach einem ersten kurzen Stopp Bescheid gab, dass er Probleme mit seinem „Navi“ hatte (die Sonne blendete ihn so, dass er den auf dem Tank angebrachten Spickzettel nicht entziffern konnte; auf der Racer ließ sich ums Verrecken kein Navi anbringen), übernahmen Stephan und ich die Pole Position.

So konnte ich zwar nicht mehr die anderen Motorräder bei ihrer wilden Kurvenfahrt beobachten, mich dafür aber umso besser auf die Umgebung, mit ihren kleinen Wäldern und noch kleineren Ortschaften und auf den wolkenlosen blauen Himmel konzentrieren. Jedoch nicht allzu lange. Bereits vor Beginn des achten After-Work-Rides war nämlich eine Frage zum Running-Gag in der Redaktion geworden: „Wer hat denn für heute die Polizeikontrolle bestellt?“

Kurzes Treffen mit den Herren in grün

Kurz nach Lager Hammelburg hatte unsere Truppe Glück im Unglück. Von einigen netten Autofahrern per beschwichtigender Hand aus dem Fenster vorgewarnt, wussten wir Bescheid, dass es wohl zur Fortsetzung der Polizeikontrollen-Serie vom letzten Mal kommen sollte und so drosselten alle elf Bikes brav ihr Tempo.

Elf Biker müsst ihr sein

Elf Biker müsst ihr sein

23.05.18 - Der 7. After-Work-Ride von Vogel Business Media führte auf einen 110-Kilometer-Kurs von Würzburg aus in die darum gelegenen Traumreviere. Als einzige Motorrad-Sozia des Abends berichtet »bike und business“-Redaktionspraktikantin Viktoria Hahn von der adrenalingeladenen Feierabendausfahrt aus der Ich-Perspektive. lesen

Einige hundert Meter später erhob sich dann doch tatsächlich eine rote Kelle aus einer kleinen Straßenbucht – Betonung auf klein. Vorbildlich hielten wir an. Im selben Moment sah der Polizist, dass auf die bisher sichtbaren drei oder vier Maschinen noch einige mehr folgten. „Zu viele – weiterfahren“, war schließlich alles, was dem Herrn von der Rennleitung 110 dazu einfiel, und so knatterten die Motorräder gemütlich in Richtung Michelau weiter.

Einkehr am Ufer der Fränkischen Saale

Nach einigen weiteren wunderschönen, engen Kurven bergab kamen wir gegen 19 Uhr an unserem vorläufigen Ziel an: dem Restaurant Roßmühle in Gräfendorf, direkt am Ufer der Fränkischen Saale. Ein mit einem Seil abgesperrter Bereich auf der Terrasse wurde extra für die zwölf hungrigen Biker geöffnet und so konnten alle die laue Abendluft bei einem alkoholfreien Bier oder wahlweise Apfelsaftschorle, genießen. Zu essen gab es von Fisch über Innereien bis zum Reh-Schnitzel alles, was das Herz begehrt und nach einigen guten Gesprächen wurde die Abendsonne im Tal genutzt, um vor der Abfahrt noch ein paar Fotos am Wasser zu knipsen. Danach schnappten sich einige Interessierte in der Gruppe die beiden Test-Bikes und fuhren eine kurze Runde „um den Block“. Das breite Grinsen in den Gesichtern nach den Probefahrten ließ einen auf jeden Fall auf ein positives Erlebnis schließen. Eine einzige Vokabel mit vier Buchstaben, beginnend mit einem „G“, brachte die emotionale Fahrt der Gelegenheitstester auf den Punkt.

Verabschiedung in den Weinbergen

Die Sonne begann sich langsam zu verabschieden, der Wind wurde frischer und so machten sich die Vogelianer gemeinsam auf den Rückweg. Nach dem letzten kurzen Zwischenstopp in den steilen Weinberghängen bei Stetten verabschiedeten sich die Ersten von der Gruppe. Bei der Ankunft am Verlag war die Kolonne schließlich auf nur fünf Biker geschrumpft. Auch die achte Ausgabe des Vogel-After-Work Rides war mit Kurven en masse, Traumwetter, coolen Motorrädern und netten Teilnehmern zu einem vollen Erfolg geworden. Das allgemeine Fazit: „Gerne wieder!“ Vielleicht im September schon.

Wer sich für unsere genaue Route am gestrigen Abend interessiert kann sie sich hier anschauen und bei Lust und Laune auch gerne nachfahren.

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