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Arai: Zuversicht trotz Krise

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Andreas Wehner

Der japanische Helmhersteller Arai setzt mit gleich fünf neuen Produkten auf der Intermot ein Zeichen. Trotz der Krise auf dem Motorradmarkt konstatiert das Unternehmen ein ungebrochenes Interesse am Motorradfahren.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die spektakulärste Neuheit auf dem Arai-Stand auf der Intermot ist zweifellos der RX-7 RC. Er basiert auf den Helmen, die Arai für den Automobilrennsport herstellt, und wird in Handarbeit aus kohlefaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Diese aufwendige Produktionsweise – ein Mitarbeiter benötigt einen ganzen Tag, um eine einzige Außenschale zu laminieren – sorgt für geringe Stückzahlen und hohe Preise. In ganz Europa will Arai nur 300 Stück zum Preis von je 2.650 Euro absetzen. Dafür erhalten wohlhabende Zweiradenthusiasten den laut Herstellerangaben leichtesten Helm auf dem Markt, der sowohl nach ECE als auch nach dem neuen Testverfahren Snell geprüft ist.

Am anderen Ende seines Produktprogramms hat Arai ebenfalls eine Neuheit zu bieten. Der Axces markiert für 369 Euro den Einstieg in die Welt des japanischen Helmspezialisten und soll trotzdem fast alle Features bieten, die auch die teureren Modelle besitzen – vor allem bei der Sicherheitsausstattung. Die harte und steife Außenschale ist beispielsweise durchdringungsgetestet, obwohl die ECE-Norm dies nicht fordert.

Neuer Jethelm in zwei Versionen

Für Motorradfahrer, die sich gern den Wind um die Nase wehen lassen, hat Arai zwei komplett neue Jethelme entwickelt. X-Tend und X-Tend Ram sollen mehr Schutz und Sicherheit bieten als frühere Modelle, ohne auf das weite Gesichtsfeld und das freiere Fahrgefühl zu verzichten, das für diese Bauart typisch sind.

Dafür entwickelten die japanischen Ingenieure eine Außenschale, die um drei Zentimeter verlängerte Seitenführungen besitzt. Das trägt der Tatsache Rechnung, dass bei vielen Stürzen der Motorradfahrer seitlich mit dem Kopf auf der Straße auftrifft, und schützt damit das Gesicht besser vor Verletzungen.

Außerdem sitzt der Helm besser, bewegt sich bei hohen Geschwindigkeiten weniger und die Schale ist insgesamt steifer. Konsequenterweise verzichtet Arai beim X-Tend wie bei allen seinen Helmen auf eine integrierte Sonnenblende, weil diese gerade an der Stirnseite des Helms das darunterliegende Schutzpolster schwächt.

Evolution statt Revolution

Der Integralhelm Chaser ist eines der erfolgreichsten Modelle von Arai. Auf der Intermot gibt es nun das Nachfolgemodell Chaser-V zu sehen. Mit vielen kleinen Änderungen hat Arai einen komplett neuen Helm entwickelt, ohne das Grundkonzept des Chaser aufzugeben.

Neu am Nachfolger sind das neue, größere Visier, das das Sichtfeld des Fahrers erweitert, und das verbesserte Belüftungssystem. Allein der große hintere Luftauslass erzeugt um 50 Prozent mehr Unterdruck, um verbrauchte Luft aus dem Helm herauszubefördern. Das Innenpolster besitzt nun keine Befestigungen im Stirnbereich mehr, um dort keine Druckstellen zu erzeugen.

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