Ein Land sticht in der ACEM-Bilanz positiv heraus: Spanien legt weiter kräftig zu und erreicht 183.014 Neuzulassungen, ein Wachstum von 11,1 Prozent. In den anderen Märkten sieht es derzeit herausfordernder aus: Italien hält sich mit 282.407 Einheiten und einem überschaubaren Rückgang von 1,1 Prozent noch stabil. Die Märkte in UK (73.343 Fahrzeuge, minus 4 Prozent) und Frankreich (144.888, minus 12,4 Prozent) verzeichnen deutliche Dellen. Besonders hart trifft es Deutschland mit 140.134 Neuzulassungen – ein Rückgang um 24,4 Prozent.
Auch das Mopedsegment bleibt unter Druck, denn in den sechs vom Verband beobachteten Ländern – Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Niederlande – sinken die Zahlen um 16,4 Prozent auf insgesamt 110.641 Fahrzeuge. Während Deutschland mit 12.772 Einheiten und einem leichten Plus von 1,3 Prozent ein kleines Ausrufezeichen setzt, geht es in allen anderen Märkten bergab: Spanien minus 3,4 Prozent, Belgienminus 10,1 Prozent, die Niederlande minus 19,1 Prozent, Frankreich minus 21,8 Prozent und Italien minus 27,3 Prozent.
ACEM-Generalsekretär Antonio Perlot ordnet die Lage ein: „Die Zahlen für die ersten neun Monate 2025 bestätigen, dass der Anstieg der Zulassungen aufgrund der Euro-5+-Übergangsphase zunehmend ausgeglichen wird. Was wir derzeit sehen, ist eine Marktanpassung nach intensiven Vorabzulassungen vor dem neuen Regulierungsabschnitt.“ Perlot richtet den Blick gleichzeitig nach vorne: „Mit dem Eintritt ins letzte Quartal und dem Blick auf Branchengipfel wie Eicma und Intermot bereiten sich die Hersteller darauf vor, ihre neuesten Innovationen zu präsentieren. Diese Messen werden zeigen, wohin sich der Markt zur Saison 2026 entwickelt.“
Zahlen allein erzählen nur die halbe Geschichte. Entscheidend wird sein, wie stark neue Modelle, Antriebe und Technologien in den kommenden Monaten den Funken wieder überspringen lassen – die großen Bühnen in Mailand und Köln stehen dafür bereit.
