Autohändler wollen neuen Verband gründen
Foto: Auto Weller

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Autohändler wollen neuen Verband gründen

Die Kfz-Verbandsszene ist derzeit mächtig in Bewegung: Der Zentralverband des Kfz-Gewerbes (kurz: ZDK) mit seinem neuen Präsidenten Thomas Peckruhn kämpft gegen die Abspaltung des Zentralverbands des Kraftfahrzeughandwerks (ZVK).

Jetzt steht sogar ein neuer Verband der Autohändler vor der Gründung, dies wurde auf dem Sommerempfang der Fachzeitschrift „Autohaus“ bekannt. Damit will sich die Branche in Berlin und Brüssel mehr Gehör verschaffen. „Wir brauchen endlich eine Stimme, die gehört wird“, sagt Burkhard Weller, „und nicht nur die Einladung zum Lichttest jedes Jahr.“ Weller ist größter BMW- und Toyota-Händler des Landes und Initiator der neuen Interessensvertretung. Er kritisiert den ZDK, von dem sich viele große Händler nicht mehr angemessen vertreten fühlen.

Rund 30 der größten deutschen Autohaus-Unternehmer hätten bereits Interesse bekundet, sich im neuen Verband zu organisieren, welcher am 17. September aus der Taufe gehoben werden soll. Die Herausforderungen seien immens: Von den 7400 selbstständigen Unternehmen im Autohandel, die 2020 in Deutschland existierten, sind gegenwärtig noch 5800 übriggeblieben. Der wachsende Anteil der Elektroautos bedrohe die wichtigste Ertragssäule, das Werkstattgeschäft und auch das Gebrauchtwagengeschäft stehe ebenfalls massiv unter Druck. Elektro-Pkw, die jetzt als Leasingrückläufer in die Autohäuser drängen, finden kaum Abnehmer und wenn, dann nicht zu den kalkulierten Restwerten der Leasingverträge.

Mit Frust sieht sich der Handel dem politischen Gegenwind ausgesetzt, der den Betrieben in vielen Städten entgegenweht. In Berlin will eine Bürgerinitiative den privaten Autoverkehr praktisch ganz verbieten, so sollen nur noch zwölf private Autofahrten sollen pro Jahr erlaubt sein. Für den Verband ante portas bedeutet das alles: Wehret den Anfängen!

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