So gut wie alle Marktsegmente mussten den Zahlen des Industrieverbands Motorrad (IVM) zufolge im vergangenen Jahr spürbar Federn lassen. Mit Ausnahme eines homöopathischen Plus von nicht einmal 0,1 Prozent bei den Leichtkraftrollern blieben alle Hubraumklassen unter dem Niveau von 2020. Das erscheint zunächst bitter für den Handel, doch das Coronajahr 2020 war von mehreren Sondereffekten geprägt. Da war zunächst der Boom bei den 125ern, ausgelöst durch die Führerscheinneuregelung A1 in B, die viele Autofahrer zur Anschaffung eines Leichtkraftrads oder -rollers bewog. Zudem verzichteten pandemiebedingt viele Menschen auf Flugreisen und investierten ihr Urlaubsbudget lieber in ein neues Motorrad.
Schrumpfkur auf hohem Niveau
Deutscher Motorradmarkt 2021 im Minus
Ein deutliches Minus von fast 10 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Rekordjahr verzeichnet der deutsche Motorradmarkt für 2021. Mit fast 200.000 verkauften Einheiten liegt der Absatz jedoch immer noch spürbar über 2019.
