Mit Inkrafttreten des Abkommens seien europäische Motorräder, Teile und Zubehör mit dem vereinbarten neuen 15-prozentigen Zoll auf US-Exporte konfrontiert. Zusätzlich würden auf den Stahlanteil der Produkte 50-prozentige Zölle erhoben, dies beeinträchtige die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller erheblich. Stahl sei eine grundlegende Komponente in der Motorradproduktion, und diese hohen Zölle stellten eine wirtschaftliche Belastung dar, die den Fortbestand vieler Unternehmen gefährde.
Das Abkommen sieht zwar zukünftige Gespräche zu sogenannten Tariff-Rate Quotas (kurz: TRQ) für Stahl, Aluminium und derivative Produkte vor. ACEM fordert jedoch konkrete Zeitpläne und messbare Ergebnisse, da anhaltende Unsicherheiten den europäischen Herstellern keinen Spielraum für nachhaltige Planung ließen. Die Branche drängt auf sofortige Klarheit, wann eine umfassende Entlastung erfolgen wird.
Anton Perlot, Generalsekretär von ACEM, kommentiert: „Das Rahmenabkommen ist angesichts der aktuellen Zölle eine unzureichende Antwort auf die Herausforderungen Europas. Besonders die 50-prozentigen Stahlzölle machen die vereinbarten Vorteile nahezu bedeutungslos. Wir fordern eine ausgewogene Lösung, die fairen Wettbewerb und den gegenseitigen Marktzugang wiederherstellt.“
ACEM kündigt an, den Dialog mit europäischen Institutionen fortzusetzen, um technische Expertise und Branchenperspektiven in die Verhandlungen einzubringen. Die europäische Motorradindustrie besteht auf einer fairen, nachhaltigen Lösung – zum Schutz von Arbeitsplätzen und Wettbewerbsfähigkeit im transatlantischen Handel.
