An der Spitze der Neuzulassungsstatistik nach sechs Monaten steht Suzuki mit 29.804 Einheiten, Marktanteil 23,1 Prozent, knapp gefolgt von Honda (19,5 Prozent Marktanteil), vor Yamaha (19,1 Prozent) und Kawasaki (14 Prozent). Platz fünf sicherte sich damals BMW Motorrad (12,1 Prozent und musste sich somit der japanischen Phalanx zulassungstechnisch geschlagen geben. Was war noch los auf den Märkten? Die Käufer von 80-Kubik-Leichtkrafträdern hielten sich zurück, da für 1996 die neue Leichtkraftrad-Klasse mit 125 Kubik erwartet wurde. Ansonsten tobte auf dem Zweiradmarktplatz Deutschland eine regelrechte „Rollermania“.
»bike & business« feiert mit in der Ausgabe, die am 2. Juni erscheint, 30. Geburtstag und in Vorbereitung dieser Jubiläumsnummer möchte ich in diesem Speedlog ein paar Gedanken an euch richten und euch anregen, an dieser „Jubelnummer“ mitzuarbeiten.
Wer in der Ur-bike+business blättert, dem fällt auf, dass sich manche Sachverhalte bis heute kaum geändert haben. „Die betriebswirtschaftlichen Daten der Händler versinken in ein endloses Loch“, schrieb Hans Jürgen Weinrich, Vorsitzender des Yamaha-Händlerverbands. Spannend auch zu lesen, wie der Vorsitzende im Verband Deutscher Honda-Händler, ein Motorradhändler namens Dieter Klann, die neuen Händlerverträge beim japanischen Importeur bewertete, die nicht mehr der GVO unterlagen.
So eine Jubiläumsausgabe bietet sich an, um eine (Zwischen)-Bilanz der letzten 30 Jahre zu ziehen. Was ist seither passiert? Welche technischen Trends haben sich vollzogen? Wie hat sich die Wettbewerbslandschaft verändert? Wie haben sich die operativen Aufgabenstellungen für die Händler und Werkstätten verändert?
Mich persönlich interessiert brennend auch eure persönliche Bilanz: Was hat sich für euch in den vergangenen dreißig Jahren fundamental verändert? In der Betriebswirtschaft, im Kundenbeziehungsmanagement, in der Mitarbeiterführung oder in der Öffentlichkeitsarbeit. Was war und ist für euch ein wegweisendes Ereignis gewesen? Welche Persönlichkeiten aus Handel, Herstellern und Zubehörindustrie haben der Szene ihren Stempel aufgedrückt, welche Macher sind euch in guter Erinnerung geblieben? Welche gemeinsamen Erlebnisse mit Kunden habt ihr im Kopf, die es sich lohnen, aufgeschrieben und erinnert zu werden?
Wie habt ihr in dieser Zeit die Entwicklung der Fachzeitschrift »bike & business« erlebt und was ist euch heute wichtig, wenn ihr uns lest oder unsere Veranstaltungen besucht? Schickt mir eine Mail an maderner@syburger.de und teilt mir darin mit, was euch in den vergangenen dreißig Jahren bewegt hat. Her mit euren Erinnerungen! Ich freue mich jetzt schon auf eure Bonmots. Sie werden in der Jubiläumsausgabe einen Ehrenplatz bekommen – versprochen.
