In memoriam Fritz Rebholz
Foto: Andreas Weidner

Palatina Dreambikes & Parts

In memoriam Fritz Rebholz

Kurz vor seinem 70. Geburtstag ist Fritz Rebholz, Inhaber von Palatina Dreambikes & Parts im pfälzischen Hauenstein, verstorben. Mit ihm verliert die Motorradszene nicht nur einen herausragenden Fachmann, sondern vor allem einen außergewöhnlichen Menschen.

Fritz war weit mehr als ein Motorradhändler oder Mechaniker. Er war eine Koryphäe. Sein Wissen über Motoren, Technik und insbesondere über Motorräder reichte weit über die Region hinaus und fand Anerkennung über die Landesgrenzen hinweg. Seine Entwicklungen, Umbauten und Ideen zierten die Titelblätter namhafter Motorradzeitschriften. Was er berührte, wurde besser. Was er baute, wurde besonders. Und vieles von dem, was er verstand, begriffen andere oft erst Jahre später.

Doch sein technisches Genie war nur ein Teil dessen, was ihn ausmachte. Das Außergewöhnliche war sein Charakter. Vor über zwanzig Jahren lernte Michael Münch ihn kennen. Mehr als 15 Jahre war Fritz mit seinem Palatina-Motorradgeschäft Mieter auf dem Horst-Campus in Landau. Dort schuf er sich nicht nur eine Werkstatt, sondern einen Ort der Begegnung – einen Treffpunkt für Kunden, die zu Freunden wurden, und für Menschen, die seine Leidenschaft teilten. Michael Münch erinnert sich:

„Fritz war ein stiller Helfer. Kam ein Student mit einem alten Roller vorbei – oft nicht einmal bei ihm gekauft – und hatte ein Problem, dann griff Fritz selbstverständlich zum Werkzeug. Mit der Ruhe und Präzision eines Meisters löste er es und sagte am Ende nur:
„Ach, du hast doch eh kaum Geld. Schmeiß irgendwas in die Kaffeekasse.“

So war er. Groß im Können und noch größer im Herzen. Gutmütig, bescheiden, humorvoll – und von einer Anständigkeit, die selten geworden ist. Wer ihm begegnete, begegnete einem ehrlichen, warmherzigen Menschen.

Vor einigen Jahren erhielt Fritz die Diagnose Leukämie. Er kämpfte – mit Mut, Würde und bewundernswerter Kraft. Es gab Momente der Hoffnung, Momente, in denen es schien, als hätte er die Krankheit überwunden. Doch diesen letzten Kampf konnte er nicht gewinnen.

Was bleibt, ist tiefe Dankbarkeit.
Dankbarkeit, ihn gekannt zu haben.
Dankbarkeit, ein Stück seines Weges begleitet zu haben.
Dankbarkeit für einen Menschen, der nicht nur ein außergewöhnlicher Techniker war, sondern vor allem ein außergewöhnlicher Mensch.

Fritz Rebholz hinterlässt bleibende Spuren –
in den Maschinen, die er geschaffen hat,
in den Menschen, denen er geholfen hat,
und in den Erinnerungen all jener, die ihn erleben durften.
Er war einer der Besten.
Und er wird fehlen.

Unser Mitgefühl und unsere Kraft gelten seiner liebevollen Familie in dieser schweren Zeit.

In stillem Gedenken.“

Die Erinnerungsfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 10. März 2026 um 14 Uhr auf dem Siebeldinger Friedhof statt.

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