Piaggio-Händler baden die Misere aus

Der Bericht über die nunmehr vierjährige Garantie bei Rollern der Marke Vespa, Piaggio und Aprilia hat bei Partnern der italienischen Marke zu Kopfschütteln und einer gewissen Gegenreaktion geführt. Ein Händler, der anonym bleiben möchte, verschaffte seinem Frust mit folgenden Zeilen Luft:

„Hallo bike & business-Team,

zu der Berichterstattung „Vier Jahre Garantie bei Piaggio-Fahrzeugen“ möchte ich euch folgende Zeilen schreiben: Das wird die Piaggio-Händler nicht freuen, die vier Jahre Garantie, denn in den vergangenen fünf Jahren sind die Garantiearbeiten an Piaggio-Fahrzeugen, hier besonders bei Vespa-Modellen, stark angestiegen. Das liegt zum einen an schlecht verarbeiteten Fahrzeugen (die kommen schon werksmäßig) in schlechter Verarbeitungsqualität, zum anderen an dem komplizierten Piaggio-Garantie-Programm und auch an der Rückerstattung der Garantieleistungen. Hier muss man meist Monate auf die Rückerstattung warten, muss x-mal nachhaken, bis das Geld endlich beim Händler ankommt.

Außerdem werden sowieso die meisten Garantieanträge aus Italien abgelehnt. Wenn man dann auf Hilfe von der Piaggio-Deutschland-Zentrale in Düsseldorf wartet, ebenso Scheibenkleister. Die. Mitarbeiter sind nämlich, wenn es darauf ankommt, nicht erreichbar oder inkompetent.

Schade für uns Händler, schade auch für unsere Kunden, denen man mit dem Vier-Jahre-Garantieversprechen etwas vorgaukelt, das nicht eingehalten wird. Der Händler vor Ort darf es dann ausbaden.“

Soweit der O-Ton des süddeutschen Autohändlers, der Vespas vertreibt. Wie sehen das die anderen Italo-Partner? Ähnliche Erfahrungen gemacht? Schickt mir doch gerne eure Einschätzungen. Wie zu hören ist, steht es um die Laune im Vespa-Händlernetz derzeit nicht gerade zum Besten. Mail an maderner@syburger.de, um ein aktuelles Stimmungsbild zu zeichnen.

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