Der Industrie-Verband Motorrad Deutschland (IVM) begrüßt zentrale Ansätze. Die Entflechtung der Theorieprüfung gilt als überfällig, auch die Zahl der Sonderfahrten könne reduziert werden, ohne die Ausbildungsqualität zu gefährden. Von der geplanten Verkürzung der praktischen Prüfung von 30 auf 25 Minuten erwartet der Verband hingegen kaum Kosteneffekte.
„Im Pkw-Bereich sind hohe Durchfallquoten ein Preistreiber“, so IVM-Hauptgeschäftsführer Uwe Seitz. „Bei den Zweiradklassen liegen die Quoten deutlich niedriger.“ 2023 fielen beim großen Motorradführerschein nur rund sieben Prozent durch die praktische Prüfung – ein Zeichen für hohe Motivation und gute Vorbereitung.
Positiv bewertet der IVM zudem die geplante Öffnung des Berufsbilds der Fahrerlaubnisprüfer. Fällt die bisherige Ingenieurvorgabe weg, könnte das Terminengpässe bei Prüfungen reduzieren. Lange Wartezeiten führen häufig zu zusätzlichen Fahrstunden oder zu nachlassender Praxis.
Auch die 4. EU-Führerscheinrichtlinie mit Anpassungen bei Automatikregelungen sollte laut IVM konsequent umgesetzt werden – inklusive der Zweiradklassen. Digitalisierung und Bürokratieabbau bleiben weitere wichtige Ziele.
Fazit: Kurzfristige Kostensenkungen sind nicht in Sicht. 2026 bleibt das Jahr des Status quo – wer Motorrad fahren will, sollte jetzt starten.
