Nach dem dominanten Titelgewinn im Vorjahr war Razgatlioglu als Favorit in die Saison gestartet. Eine kurzfristig nötige Anpassung der BMW M 1000 RR infolge neuer Reglements erschwerte jedoch den Saisonauftakt. Erst bei der zweiten Runde im portugiesischen Portimão fand »El Turco« seinen Rhythmus und gewann alle drei Läufe. Trotzdem blieb zunächst Ducati-Pilot Nicolò Bulega in Führung.
Vier Hattricks in Serie
Zur Saisonmitte wendete sich das Blatt. Zwischen Juni und September gewann Razgatlioglu alle Rennen in Misano, Donington Park, auf dem neuen Balaton Park Circuit in Ungarn sowie in Magny-Cours – vier aufeinanderfolgende Hattricks, die ihn an die Tabellenspitze brachten. Auch im MotorLand Aragón feierte er seinen ersten Sieg und stellte damit seinen eigenen Rekord von 13 Siegen in Serie ein. Mit insgesamt 616 Punkten und einem Vorsprung von 13 Zählern auf Bulega beendete er die Saison erneut als Weltmeister.
BMW-Motorsportchef Markus Flasch lobte Team und Fahrer: »In dieser Saison haben alle gezeigt, was wahre Champions ausmacht.« Für BMW ist der Erfolg ein weiterer Meilenstein nach Jahren des Aufbaus in der seriennahen WM.
Zwei Top-Fahrer verabschieden sich
Teamkollege Michael van der Mark verabschiedete sich am selben Wochenende aus der aktiven Rennkarriere in der Superbike-WM, bleibt BMW aber als Testfahrer erhalten. Bereits in dieser Woche soll er die Entwicklung der M 1000 RR für die Saison 2026 fortsetzen.
Razgatlioglu kündigte an, nach seinem Triumph die WorldSBK zu verlassen und in die MotoGP zu wechseln. »Es ist ein großartiges Abschiedsgeschenk an BMW«, sagte er nach dem Rennen.
