So geht’s weiter nach der KTM-Trennung
Luca Martin ist CEO von MV Agusta, Foto: MV Agusta

MV Agusta

So geht’s weiter nach der KTM-Trennung

Rund sechs Monate sind seit der Trennung von KTM im Februar 2025 vergangen, nun zeichnen sich für die italienische Edelmarke MV Agusta neue Perspektiven am Horizont ab. Grund dafür ist zunächst der Wiedereinstieg des Ex-Eigentümers Timur Sardarov. Der russische Unternehmer hatte Anfang des Jahres mit seiner Finanzspritze die Marke zunächst vor dem Untergang bewahrt.

Nun hat sich MV Agusta mit einem Halbjahresbericht von CEO Luca Martin zu Wort gemeldet, der Anlass zur Hoffnung für eine gedeihlichere Zukunft gibt. Die Ersatzteilversorgung garantiert zunächst weiterhin die Zusammenarbeit mit dem KTM-Logistiknetzwerk.

Es konnte durch den Einstieg von Bajaj bei den Österreichern stabilisiert werden. Derzeit führt MV Agusta nach eigenen Angaben Verhandlungen mit einem global agierenden Logistikdienstleister, die dem Vernehmen nach schon unterschriftsreif seien.

Im Fokus stehe natürlich auch der Vertrieb: Für die Schlüsselmärkte Europa, Amerika, Ozeanien und Asien befinden sich eigenständige Vertriebsorganisationen mit eigener Marktverantwortung im Aufbau. Das bestehende Händlernetz soll mit neuen Partnern dichter geknüpft werden.

Das neue MV Agusta-Universum soll außerdem durch mehr Effizienz und schlanke Strukturen punkten und dazu wurde das Designstudio Centro Stile an den Stammsitz in Schiranna umgesiedelt. Die Fertigung der Zukunft baut auf ein neues modernes Fabriklayout, mit dem wirtschaftlicher agiert werden kann als im alten Manufaktur-Stil.

Produktseitig arbeiten die Ingenieure an der Überarbeitung der gesamten Modellpalette, zur EICMA 2025 soll ein neues Motorrad vorgestellt werden. Die Branche – und vor allem die Kunden und Fans der Marke - soll sehen, dass noch Leben in der Marke steckt. Wechselte sie doch in den letzten beiden Jahrzehnten die Eigentümer – Harley-Davidson, Mercedes-AMG, Pierer Mobility - wie unsereiner die Hemden in schwülen Sommertagen.

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