Motorräder von MZ prägten das Straßenbild der DDR. Doch bis zu 75 Prozent der Zweitakter wurden für den Export produziert und waren damit wichtige Devisenbringer für den Arbeiter- und Bauernstaat. Verlauft wurden die Maschinen nicht nur in sozialistische Bruderländer wie Ungarn, Polen oder Jugoslawien, sondern auch an den Klassenfeind.
Allein 45.490 Motorräder gingen nach Großbritannien, die Franzosen nahmen 25.131 Einheiten ab, und in Westdeutschland, wo MZ-Motorräder sogar über den Versandhändler Neckermann vertrieben wurden, wurden 21.873 Motorräder verkauft. Wichtige Märkte waren auch der Nahe Osten oder Afrika.
Diesen Aspekt der Historie des Motorradwerks Zschopau greift nun die Sonderschau »MZ Export: MZ Motorräder in aller Welt« im Motorradmuseum Schloss Augustusburg auf. Hierzu wurden einige bislang nicht gezeigte Maschinen aus dem Depot der Sammlung geholt.
