Einigen Aufwand haben die Entwickler in die Optimierung des von der R1 abgeleiteten CP4-Motors gesteckt. Ansaugtrakt und Airbox sind ebenso neu wie die Programmierung der Motorsteuerung und der Einspritzanlage. Statt der Titanpleuel des Sportmotors kommen bei der MT-10 Stahlteile zum Einsatz, die gemeinsam mit der erhöhten Schwungmasse der Kurbelwelle den Druck des Vierzylinders bei niedrigen und mittleren Drehzahlen erhöhen. Die Abgase entwichen nun serienmäßig durch einen Endschalldämpfer aus Titan, der bislang nur gegen Aufpreis erhältlich war.
Belohnt werden die Mühen nicht nur durch sauberere Abgase, sondern auch durch eine verbesserte Performance. In dem gerade im Landstraßenbetrieb wichtigen Drehzahlbereich zwischen 4000 und 8000 Touren soll der Drehmomentverlauf nun deutlich fülliger ausfallen. In der Spitze steht mit 112 Newtonmetern allerdings nur ein Zähler mehr auf dem Papier. Deutlicher fällt der Zuwachs bei der Spitzenleistung aus, die von 160 auf 166 Pferdestärken wächst. Erreicht werden die Maxima wie gehabt bei 9500 respektive 11.500 Umdrehungen in der Minute.
