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Audi zeigt Legenden der Motorradgeschichte

Redakteur: Vera Scheid

In der Sonderausstellung „KraftRad“ werden im Audi-Museum 61 Motorräder gezeigt – von der ersten Serienmaschine der Welt bis zu den berühmten Steilwand-Artisten.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Das Audi-Museum in Ingolstadt zeigt bis zum 31. Januar zum ersten Mal eine reine Motorrad-Sonderausstellung. Der Grund: In der Geschichte der Audi AG spiele das Motorrad laut Pressemeldung eine wesentliche Rolle. Audi-Gründer August Horch habe durch die Vorführung des ersten Serienmotorrads zum Automobilbau gefunden, und auch die Standortgeschichte des Werks Ingolstadt sei mit dem Erfolg des Zweirads verknüpft.

Die Audi AG blickt auf eine lange Zweiradgeschichte zurück. 1932 wurden die Firmen Audi, DKW, Horch und die Automobilabteilung von Wanderer zur Auto Union zusammengeschlossen. Der Werdegang der Vorgängermarke Wanderer fußt auf der Produktion von Fahrrädern und später Motorrädern. NSU war 1955 größter Zweiradhersteller, DKW 1928 und 1936. Die Motorräder von DKW waren es auch, die der damaligen Auto Union, heute Audi AG, nach der Entwurzelung durch den Zweiten Weltkrieg das Überleben sicherten. Nach 1945 diente das Vorkriegsmotorad DKW RT 125 der Auto Union als Neustart. Das unscheinbare Zweirad stieg im Wirtschaftswunder des Wiederaufbaus zum erfolgreichsten und meistkopierten Motorrad der Welt auf. So markierte die DKW RT 125 auch für Yamaha und Harley-Davidson den Beginn einer erfolgreichen Motorradproduktion.

Vom Transportmittel zum Freizeitvergnügen

Ausgehend von der DKW RT 125 beleuchtet die Sonderausstellung die weitere Geschichte des Motorrads – den Niedergang des Kraftrads als Transportmittel Ende der fünfziger Jahre ebenso wie seine Renaissance zu Beginn der siebziger Jahre als Freizeitvergnügen und Sportgerät. „KraftRad“ zeigt alle Varianten des motorisieren Zweirads – von Motocross über Enduro und Trial bis hin zu Exoten und Superlativen.

Die erste Serienmaschine der Welt

Die außergewöhnliche Zusammenstellung von 61 Krafträdern zeigt unter anderem die Münch Mammut mit 1.200 ccm. Im Jahr 1966 gab es kaum ein stärkeres Motorrad. Ebenfalls zu sehen: die NSU Delphin III. Mit dieser vollverkleideten Maschine raste Wilhelm Herz 1956 auf einem Salzsee im US-Bundesstaat Utah zum Geschwindigkeits-Weltrekord von 339 km/h. Darüber hinaus ist auch die erste Serienmaschine der Welt zu sehen, die einst August Horch zum Autobau inspirierte.

Steilwandartisten von DKW und NSU

Bis auf die vier ausgestellten Gespanne werden sämtliche Motorräder an den Wänden hängen. Das Highlight: In der Mitte der Fläche ragt der Nachbau eines Steilwandkessels auf; mitten drin zwei Steilwandmaschinen von DKW und NSU.

Weitere Informationen zum Museum und zur Sonderausstellung finden Sie hier.

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