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Ausgefallener Alltagsstromer von Ego Movement Stylisches Retro-Pedelec

| Autor/ Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Viktoria Hahn

Im Cäsar 2.0 vereint die Fahrradmarke Ego Movement moderne Antriebstechnik mit eigenwilliger Retro-Optik. Angesichts des Gebotenen lässt der flotte Alltags-Stromer zudem beim Preis aufhorchen.

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Ein Pedelec für den Alltag: Das Ego Movement Cäsar 2.0.
Ein Pedelec für den Alltag: Das Ego Movement Cäsar 2.0.
(Bild: SP-X/Max Friedhoff)

„Cäsar 2.0“ – bereits der Modellname verspricht eine ungewöhnliche Mischung aus pompöser Aura und neuer Technik. Tatsächlich wird das neue E-Bike-Modell von Ego Movement mit seinem neobarocken Styling seinen Namen äußerlich gerecht. Das Innovationsversprechen 2.0 hält das Pedelec technisch allerdings nicht in allen Aspekten.

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Die Optik

Die etwas spezielle Retro-Optik des Cäsar kann jedenfalls polarisieren: Cremefarbene Reifen, der in Kupfer lackierte Rahmen sowie Sattel und Handgriffe in Lederoptik versprühen Charme und Schick, dem allerdings auch ein gewisser Kitsch anhaftet. Eher kurios mutet ebenfalls die – aufgrund des vergleichsweise langen Hecks – gestreckte Silhouette an. Ob das nun schön ist, liegt wohl im Auge des Betrachters. Unbestreitbar: Mit diesem Zweirad fällt man auf.

Der Antrieb

Das Gegenteil trifft auf die Antriebstechnik zu. Im Tretlager-Bereich steckt ein kompakter Mittelmotor von Bafang, während die herausnehmbare Batterie bündig mit dem wuchtigen Unterrohr des Diamantrahmens abschließt. Dank dieser derzeit im Pedelec-Bau schwer angesagten, so genannten „Intube“-Lösung ist dem Cäsar das Reha-Flair dicker Akkuklötze fremd. Praktischer Weise kann man per Schlüsseldreh die 418-Wh-Batterie kurzer Hand aus dem Rahmen lösen und zum Laden mit in die Wohnung nehmen. Angesichts der gut einen halben Zentner schweren Gesamtkonstruktion dürften viele Nutzer diese Möglichkeit begrüßen. Nicht ganz so smart ist die Ladezeit, die sich mit dem mitgelieferten Strominjektor sechs Stunden hinziehen kann. Bei vielen anderen E-Bikes dauert das nur halb so lang.

Mehr Geschwindigkeit als versprochen

Zum Antriebssystem von Bafang gehört auch ein etwas klobig eingekleidetes LCD-Display sowie eine kleine Schaltereinheit am Lenkrad. Drückt man dort wenige Sekunden den Ein-Aus-Knopf, erwacht der Antrieb zum Leben. Vor allem in der höchsten von insgesamt fünf Unterstützungsstufen schiebt die Bafang-Maschine angenehm druckvoll und zugleich homogen voran. Eigentlich sollte bei 25 km/h Schluss sein, doch in diesem Fall erlaubt der Motor auch mal zwei oder drei km/h mehr. Angesichts der 10-Gang-Kettenschaltung von Shimano dürfte jeder die für sich optimale Trittfrequenz finden. Wechselt man in die kurzen Übersetzungen, kommt das Cäsar im Zusammenspiel mit verstärkter Beinarbeit ebenfalls erfreulich flott Steigungen hinauf. Auf ebenem Terrain in der schwächsten Unterstützungsstufe sind es bei minimalem Einsatz von Muskelkraft knapp über 20 km/h. Selbst ohne Motorunterstützung ist das Cäsar gut fahrbar; auch mit über 30 km/h, was allerdings schnell anstrengend wird, obwohl der Antrieb kaum Widerstand leistet.

Die Reichweite

Wer mit geringer Motorunterstützung fährt, kann über 100 Kilometer vom eingebauten Rückenwind profitieren. Praktisch reichte es bei unseren Testfahrten in vorwiegend höchster Powerstufe für etwa 50 Kilometer. Nach Meinung des Herstellers sollten im Regelfall aber ein paar mehr Kilometer drin sein.

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