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Autoscout 24 bekommt erneut Doppelspitze

| Autor / Redakteur: Nina Fiolka / Stephan Richter

Autoscout 24 stellt sich personell und strategisch neu auf. Eine Doppelspitze soll 2015 neue Produkte auf den Weg bringen. Am Werkstattportal hält die Onlinebörse zunächst fest.

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Neue Gesichter bei Autoscout 24: Künftig arbeiten Sebastian Lorenz (li.) und Jochen Kurz (re.) im Stab von Vorstandschef Stephan Spaete.
Neue Gesichter bei Autoscout 24: Künftig arbeiten Sebastian Lorenz (li.) und Jochen Kurz (re.) im Stab von Vorstandschef Stephan Spaete.
(Foto: Fiolka)

Autoscout 24 startet mit einer klaren Strategie in das kommende Jahr: Die Onlinebörse will verstärkt Endkunden ansprechen und dem Autohandel mehr qualifizierte Leads vermitteln. An die Seite von Stephan Spaete, der bereits seit August als Senior Vice President Sales & Operations für Autoscout 24 tätig ist, rückt Christian Bubenheim als neuer Senior Vice President Marketing & Product. Der 49-jährige Bubenheim ist ab dem 1. Januar zudem für die Produktentwicklung verantwortlich. Der studierte Wirtschaftsingenieur bringt internationale Vertriebserfahrung mit, unter anderem seit 2008 in der Geschäftsleitung der Amazon Deutschland GmbH.

Das Führungsduo habe sich vorgenommen, künftig jede Produktentwicklung auf die Konsumenten und deren Bedürfnisse auszurichten, sagte Stephan Spaete während eines Pressegesprächs in der Unternehmenszentrale in München. Dafür verstärke Autoscout 24 die Erforschung der Nutzer unter anderem via Webanalyse und Marktforschung. Die Daten sollen helfen, neue Produkte schnell und effizient an den Start zu bringen. Im Fokus hat das neue Führungsteam dabei nicht allein die Autokäufer: Für das ersten Quartal 2015 kündigte Spaete ein Präsentationstool für die Händler an.

Mit den Produktentwicklungen der jüngeren Vergangenheit, die noch ohne die vorgestellten Analysetools entstanden, ist die Autoscout-Führung gleichwohl zufrieden. Beispielsweise sei die Nachfrage bei Händlern, die das Bewertungstool nutzen, um etwa 13 Prozent gestiegen. Zudem kommt die Webseite für mobile Endgeräte sehr gut an. Perspektivisch will Autoscout diese Nutzer jedoch noch besser ansprechen. Schätzungen gehen davon aus, dass im kommenden Jahr rund 50 Prozent der Zugriffe über Handy & Co. erfolgen. Für Händler und Börse sei diese Entwicklung günstig, denn mobile Nutzer generierten nachweislich qualitativ bessere Leads.

Eine zweite wichtige Säule der Strategie 2015 ist es, die Synergien der Scout-24-Gruppe besser zu nutzen. Insbesondere will sich die Autobörse intensiver mit der Immobiliensparte austauschen. In diesem Zusammenhang erläuterte Spaete, dass man sich künftig vor allem auf das Kerngeschäft „Marktplatz für den Autokauf“ konzentrieren wolle.

Vor diesem Hintergrund prüfe man auch verschiedene Optionen für das Werkstattportal – aktuell sei entgegen anders lautender Meldungen aber geplant, das Portal auf Autoscout 24 integriert weiter zu betreiben.

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