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Azubis rekrutieren ist kein Hexenwerk

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Der Ausbilder als „Versorger“

Wenn dann die hoffentlich richtigen Azubis gefunden sind, gilt es, diese qualifiziert auszubilden und an das Unternehmen zu binden. Und auch hier hat sich in jüngster Zeit einiges verändert, wie die Moderatorin und Trainerin Claudia Schmitz ausführte. Azubis wollten sich keinesfalls als billige Arbeitskräfte fühlen, sondern erwarten von ihrem Ausbilder, dass er sie als „Versorger“ zur erfolgreichen Abschlussprüfung führe.

Auch die Lernkultur habe sich verändert, da die Aufmerksamkeitsspanne der Jugendlichen immer kürzer werde. Deshalb sollten Lerninhalte in Häppchen unterteilt werden und verschiedene Lernmethoden zum Einsatz kommen. Im Rahmen von Projektarbeiten könne man den Azubis zudem Verantwortung übertragen.

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Azubis werben Azubis

Falls der eine oder andere Ausbilder inzwischen den Eindruck gewonnen haben sollte, den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft nicht gewachsen zu sein, konnte ihn Uwe Gehrmann beruhigen: „Erfolgreiche Ausbildung ist kein Hexenwerk, sondern besteht nur aus dem Ineinandergreifen vieler kleiner Mosaiksteine“, lautet die Erfahrung des Prokuristen des Bochumer Autohauses Wicke. Sein Betrieb habe im vergangenen Jahr für fünf Ausbildungsplätze 253 Online-Bewerbungen erhalten, und regelmäßig gelinge es, die Azubis über die Ausbildung an das Unternehmen zu binden und zu entwickeln.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor sei, dass Wicke in der Werbung um die junge Zielgruppe auf die eigenen Azubis setze. Diese besuchen zum Beispiel Schulen und Ausbildungsmessen oder bespielen die sozialen Medien Facebook und Instagram, zukünftig auch Youtube. Außerdem sei es selbstverständlich, mit interessierten Jugendlichen von der Bewerbung bis zum Ausbildungsbeginn in Kontakt zu bleiben und den Auszubildenden frühzeitig Perspektiven aufzuzeigen und sie zu binden, denn: „Um als Unternehmen erfolgreich zu sein, brauchen wir alle Mitarbeiter!“

Dieser Beitrag erschien zuerst im Onlineportal unserer Schwesternzeitschriuft »kfuz-betrieb«.

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