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Betamotor: Das Wachstum in profitable Bahnen lenken Motorradbosse blicken in die Kristallkugel 2014 (Teil 1)

»bike und business« befragte die Motorradhersteller und Importeure nach ihren Vertriebserwartungen für das Jahr 2014. Lesen Sie, wie die einzelnen Marken die kommende Motorradsaison einschätzen und welche individuellen Ziele sie haben. Den Anfang macht Frank Schröder, Export Manager, Betamotor S.p.A.

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Frank Schröder, Betamotor Referat Deutschland, steuert von Schönbrunn im Odenwald aus den Händler-Support.
Frank Schröder, Betamotor Referat Deutschland, steuert von Schönbrunn im Odenwald aus den Händler-Support.
(Foto: Betamotor)

Mit welchen Vertriebserwartungen (Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuggeschäft) gehen Sie in die neue Saison 2014? Auf welchem Modell ruhen die stärksten Verkaufshoffnungen?

Da wir zu wesentlichen Anteilen Offroad-Sportmotorräder verkaufen, ist ein Großteil der Saison 2014 schon gelaufen. Rückblickend kann man hier sagen, dass unsere 2T-Sportenduros alle Erwartungen übertrafen. Für die eigentliche Saison rechnen wir mit guten Zahlen bei den Leichtkrafträdern und den Enduros mit Alltagstauglichkeit, wie zum Beispiel den ALP 200 und 4.0. Ein nochmaliges Wachstum um etwa 30 Prozent wie 2013 wird es nicht mehr geben können, da wir uns allmählich der Kapazitätsgrenze in der Produktion nähern. Wir rechnen mit einem hohen, einstelligen Prozentwert in schwarzer Farbe.

Wie viele Händler haben Sie gegenwärtig im Portfolio und sind in diesem Jahr wichtige Änderungen im Händlernetz geplant? (Investitionen, Zu- und Abgänge, wo werden noch Händler gesucht?)

Etwa 200. Da wir nur in Ausnahmefällen die erste Marke im Portfolio der Kollegen sind und diese mit unseren insgesamt über 30 Modellen die Lücken im Angebot vor Ort schließen, lassen sich keine eindeutigen Aussagen zu vakanten Gebieten treffen. Lokale Interessen von zwei oder mehr Händlern können daher durchaus komplementär sein. Hier hilft nur die konkrete Anfrage.

Wie hat sich die Renditesituation Ihrer Händler in den Bereichen Verkauf, Service/Werkstatt und Zubehör entwickelt?

Wir sind zu klein, um solche Dinge im Detail hinterfragen zu können und zu dürfen. Ein aktiver, eingeführter Motorradhändler kann mit uns im Jahr 20 und mehr Fahrzeuge zusätzlich mit seiner bestehenden Struktur umsetzen. Damit tragen wir hoffentlich zur Verbesserung der Rendite bei.

Wie unterstützen Sie dieses Jahr Ihre Handelspartner konkret bei der operativen Arbeit?

Wir sind seit 110 Jahren ein Familienbetrieb und stellen uns genau so dar. Insofern zählt bei uns immer noch die persönliche Beziehung, welche wir unter anderem durch eine regelmäßige Betreuung im Außendienst fördern. Dazu kommen alle Strukturen, die man von Herstellern erwartet: Online-Portal für Händler im Werk selbst, Händlerevents, Promo- und Rabattaktionen, Einkaufs- und Absatzfinanzierung, deutschsprachige Ansprechpartner und Problemlöser in Italien und in der Bundesrepublik, gestiegenes Engagement im Social Media Bereich und so weiter.

Welche Hausaufgaben müssen ihre Händler 2014 in Angriff nehmen, um sich zu verbessern?

2014 liegt die Hauptaufgabe eher bei uns als beim Handel. Wir setzen mit etwa einem Drittel der Stützpunkte den Löwenanteil unserer ca. 1.600 Fahrzeugverkäufe in Deutschland um. Wir müssen uns um die Partner kümmern, die von unserem Wachstum bisher nicht profitieren konnten und mit Training vor Ort und Motivation die Lücke schließen.

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