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Betamotor: Profitieren vom Trend zu Spaß- und Wanderenduros

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

„Motorradbosse blicken in die Kristallkugel“ Teil 9: Frank Schröder, Betamotor Deutschland in Schönbrunn über die Businessaussichten der Offroad- , (Sport-)Enduro- und Trial-Marke Betamotor 2013.

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Frank Schröder steuert vom Odenwald aus die Geschicke von Betamotor Deutschland.
Frank Schröder steuert vom Odenwald aus die Geschicke von Betamotor Deutschland.
(Foto: Betamotor )

Redaktion: Mit welchen Vertriebserwartungen (Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuggeschäft) gehen Sie in die neue Saison 2013? Auf welchem Modell ruhen die stärksten Verkaufshoffnungen?

Frank Schröder: Wir werden 2013 zweistellig wachsen. Das hat mehrere Gründe: Wir haben unsere Sportenduro-Palette um zwei Zweitakt-Modelle erweitert, deren Erfolg auch das restliche Angebot befeuert. Dazu hast ein massgeblicher Wettbewerber einen Trend für Spaß- und Wanderenduros gesetzt, den wir für uns auch gut nutzen werden, da wir hier vergleichsweise preiswerte, robuste und vor allem alltagstaugliche Bikes schon länger im Prospekt haben. Das lief in der Nische vorher schon gut und wird jetzt noch besser. Offenbar sind wir auch die Letzten, die das Thema 50 cm³ Schaltenduros ernsthaft besetzen. Eigentlich müsste sich die Branche darüber freuen, denn dieses Segment produziert potenziellen Motorrad-Nachwuchs.

Wie viele Händler haben Sie gegenwärtig im Portfolio und sind in diesem Jahr wichtige Änderungen im Händlernetz geplant? (Investitionen, Zu- und Abgänge, wo werden noch Händler gesucht?)

Die Zahl unserer Stützpunkte beträgt etwa 200. Da viele Händler mit uns Lücken im Angebot schliessen und nicht die gesamte Palette anbieten, lässt sich sich diese Frage nicht in einem Satz beantworten. Wir prüfen und beantworten gerne alle Anfragen.

Wie hat sich die Renditesituation Ihrer Händler in den Bereichen Verkauf, Service/Werkstatt und Zubehör entwickelt?

Wir sind zu klein, um das dezidiert bewerten zu können. Allerdings ist die erwartete Welle von Insolvenzen in der Händlerschaft bisher ausgeblieben.

Wie unterstützen Sie dieses Jahr Ihre Handelspartner konkret bei der operativen Arbeit?

Wie in einer Nussschale bieten wir alles, was die Großen auch im Standard-Repertoire haben: Winterfinanzierung für den Handel, Endkundenfinanzierung, Vorführ-und Fahrschulrabatte, POS - Aktionen und situative Promos. Backup vor Ort im Handel durch langjährig für uns tätige Gebietsleiter, Online-Zugang zu den After-Sales-Systemen direkt im Werk.

Welche Hausaufgaben müssen ihre Händler 2013 in Angriff nehmen, um erfolgreich der Krise die Stirn zu bieten?

Sie müssen die Betriebswirtschaft ihres Betriebes auf der Reihe haben. Schrauben können (fast) alle.

Wodurch wird die Motorrad-Konjunktur 2013 befeuert (neuer Führerschein etc.) und von welchen generellen ökonomischen und gesellschaftlichen Trends geht die größte Gefahr für die Motorradbranche aus?

Ich schaue mal über den Tellerrand hinaus: Mich schockt, dass offensichtlich ausgerechnet die Mitarbeiter von Firmengiganten im automotiven Bereich im Südwesten die Grüne Partei für sich entdeckt haben und diese in Bürgermeister- und Ministerpräsidentenämter wählen. Wenn alle Bahnhöfe und pädagogischen Herausforderungen abgearbeitet sind, wird man sehen, ob wir als Protagonisten individueller Fortbewegung mit Verbrennungsmotor da nochmal 'nen Bumerang kriegen.

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