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Bike alaaf, Zweirad helau und Motorradhummeln im Hintern

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 09/2017/I), Folge 483: Während Deutschlands Fastnachter und Karnevalisten gestern und heute dem Höhepunkt ihrer tollen Tage zustreben, erwachen viele Biker...

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Business Media)

...allmählich aus ihrem Winterschlaf. Vielerorts waren am vergangenen Wochenende wieder viele Menschen mit Motorradhummeln im Hintern unterwegs auf der Piste. Sonnenschein, zweistellige Temperaturen und ein weitgehend salzfreier Asphaltuntergrund verführten die Biker, ihre Benzin saufenden Pferde zu satteln und in freier Wildbahn auszuführen. Wohl dem, der seinem Bike schon während der Winterpause den Jahresservice gegönnt hat. Manche Werkstatt hat ihre Kunden ja wohlweislich dazu erziehen können, den Kundendienst während der kalten Monate erledigen zu lassen. Beispiel gefällig? Unsere aktuelle Freie Werkstatt des Jahres, Motorrad Schäufele! aus Kirchheim-Jesingen, berichtet auf ihrer Facebook-Seite von ihrer aktuellen Winteraktion zur Wartung, Reparatur und Pflege der Kunden-Motorräder. Der Zuspruch sei wieder enorm gewesen. „Von November 2016 bis Ende Februar 2017 hat unser Transporter rund 8.100 Kilometer zurücklegen dürfen“, heißt es in dem Facebook-Post. „Der Chef saß knappe 190 Stunden hinterm Steuer und hat deutlich mehr als 350 Motorräder zum Service und zur Reparatur abgeholt. Zusätzlich war unser Winterlager mit 80 Motorrädern gut gefüllt. Jetzt kann die Saison kommen.“

Daumen hoch für diese vorbildliche und erfolgreiche Aktion – Vorbild für jeden Zweiradbetrieb – eine perfekte Überwinterungsstrategie! Unverbesserliche Bikekunden, die nun erst aufwachen aus ihrer Winterstarre und einen Schraubertermin vereinbaren möchten, sind die Gelackmeierten. Nun müssen sie sich brav in die Warteschlange der Biker einreihen.

Hallo wach, Werkstätten!

In den Werkstätten, in denen zuletzt nicht ganz so viel anzupacken war, heißt es nun, aus dem Winterschlaf aufzuwachen und die müden Knochen auszuschütteln. Den Schalter umzulegen und sich für den alle Jahre wieder dräuenden Kundenansturm zu rüsten. Das ist schon jedes Mal eine gewaltige Herausforderung, so innerhalb weniger Tage auf die notwendige Betriebstemperatur zu kommen und das Businesstempo von null auf hundert hochzufahren. Mir ringt das jedes Mal viel Respekt ab, wenn ich sehe, wie bravourös die Teams diesen Stress bewältigen. Hut bzw. Helm ab vor dieser Leistung!

Die News der Woche

Was passierte sonst noch in der Branche, während die Narren das Newsregiment führten? Erfreuliches ist vom Statistischen Bundesamt aus Wiesbaden zu vermelden: die Unfallstatistik des Jahres 2016 ist herausgekommen, mit 15,7 Prozent weniger Motorradtoten als 2015. So wie es aussieht, werden es – auch in absoluten Zahlen betrachtet (ca. 450) – so wenige wie nie zuvor sein.

Gewusst? Zündapp feiert dieses Jahr seinen 100. Geburtstag. Und wie die Dinge stehen, gibt es 2017 wieder mal den den Versuch eines Comebacks für die deutsche Kultmarke. Details der Zündapp-Wiederauferstehung gibt's hier.

Ein dickes Lob geht an den Landesinnungsverband für das Zweiradmechaniker-Handwerk Nordrhein-Westfalen. Die Düsseldorfer haben ihren Mitgliedsbetrieben nahegelegt, die Bezüge für die Auszubildenden zu erhöhen. Sie erinnern sich an den Artikel „Mehr Geld für Auszubildende?“ und die in den Kommentarspalten geführte Branchendiskussion?

Gut so. Auch wenn die Gehaltserhöhung von manchem in der Szene nur als Tropfen auf den heißen Stein gesehen wird. Die Richtung passt. Denn im Kampf um die besten Nachwuchskräfte darf nicht allein die Schrauberleidenschaft als Magnet für junge Leute herhalten. Am Ende muss auch die Kohle für den Zweiradmechatroniker stimmen.

Explizit bedanken möchte ich mich an dieser Stelle für die Vergabe von fünf Sternen für unseren Newsletter. Diese Höchstnote gab uns Joachim Rapp von der Gewerbeakademie Freiburg: „Ich lese Euren Newsletter sehr gerne! Aufteilung sehr gut – so kann ich sofort sehen, was mich interessiert und was nicht. Nein! Mich interessiert hauptsächlich das Thema Aus- und Weiterbildung. Da finde ich immer wieder was...“

Denken Sie daran, bei unserer aktuellen Umfrage zu den Technischen Rückrufen mitzumachen. Hier scheint sich bei den Motorradherstellern ein veritables Qualitätsproblem aufzutun...

Hinweis in eigener Sache: Beim Award „Motorradhändler des Jahres“ haben bislang 189 Betriebe den Online-Quick-Check aufgerufen. Zwei Dutzend Betriebe haben sich bis zum Ende durchgearbeitet und uns dann noch ihre Kontaktdaten genannt. Bravo! Denn nur, wenn wir wissen, wer sich bewirbt, können wir die einzelnen Unternehmen auch vorab bewerten und Feedback geben. Das Gros der Digitalbewerber vergisst leider allerdings – bewusst oder versehentlich – uns am Ende Ross und Reiter zu nennen.

Der Countdown läuft: noch 31 Tage bis zum ersten Einsendeschluss (31. März). Nutzen Sie jetzt schnell noch die Vorsaison, bevor die Kundenhorden einfallen, und machen Sie den Test, der nur wenige Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nimmt. Es lohnt sich, sich bei uns auf den Prüfstand zu stellen. Also auf zum Online-Check. Und nicht vergessen: Nennen Sie uns bitte am Schluss der Abfrage Ihren Namen und Adresse! Super!

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