»bike und business«-Benchmark-Club: Ideenfabrik für Zukunftsdealer

Fachtagung 2016: Martin Berning (BBE Automotive) und Dieter Börjes (CSB Warenwirtschaft)

| Autor / Redakteur: Judith Leiterer / Judith Leiterer

Der Workshop des »bike und business«-Benchmark-Clubs am 23. November 2016 im Vogel Convention Center Würzburg.
Der Workshop des »bike und business«-Benchmark-Clubs am 23. November 2016 im Vogel Convention Center Würzburg. (Bild: bike und business/Jan Rosenow)

Dem »bike und business«-Benchmark-Club gehören zurzeit 80 Betriebe an. Der Club bietet Händlern die Möglichkeit, sich fabrikatsübergreifend mit Kollegen zu vergleichen und über aktuelle Branchenthemen auszutauschen.

Der »bike und business«-Benchmark-Club ist eine Initiative von »bike und business«, BBE Automotive Köln, der Santander Consumer Bank, Liqui Moly, CSB Warenwirtschaft und »bike und business«. Stellvertretend referierten am Donnerstag, 24. November 2016 auf der Fachtagung »bike und business« im Vogel Convention Center in Würzburg Dieter Börjes (CSB Warenwirtschaft), Martin Berning (BBE Automotive) und Stephan Maderner (Redaktion »bike und business«).

Nachdem die Teilnehmer der Fachtagung sich in der Mittagspause mit leckeren Burgern gestärkt haben, geht das Programm auf der Bühne weiter. Zunächst stellt Stephan Maderner seine beiden Mitstreiter auf der Bühne als Dieter Börjes und Martin Berning vor. Gemeinsam mit ihnen präsentiert er den »bike und business«-Benchmark-Club, der unter dem Motto „von den Besten lernen“ steht und zum Brainstorming und zum Austausch dient. Zurzeit gehören dem Club 80 Betriebe an. Die Aufgabe des Clubs ist es, den Händlern zu zeigen, wie sie im Vergleich zur Konkurrenz dastehen, wo Nachholbedarf besteht und was sie von anderen lernen können. Auch den einen oder anderen Insider-Tipp von anderen zukunftsorientierten Händlern kann man in der Diskussion aufgreifen. Die Daten der Mitgliedsbetriebe werden über die CSB Warenwirtschaft gesammelt und durch BBE Automotive ausgewertet. Der Club trifft sich regelmäßig, wie zum Beispiel 2014 bei Liqui Moly in Saarlouis (2013), in den Räumen der Santander Consumer Bank in Mönchengladbach (2014) oder seit 2015 bei Vogel Business Media in Würzburg.

Auch im Publikum sitzen Mitglieder des Clubs, die Stephan Maderner direkt anspricht und nach ihrer Meinung zum Treffen am vorigen Tag fragt: Thomas Holzner von Warm-up Zweiradtechnik in Aalen zum Beispiel findet den Vergleich mit der Konkurrenz, zu wissen wo man steht, die aufbereiteten Zahlen und das Treffen von Kollegen eine „tolle Sache“. Christoph Lessing von GST Berlin hat schon versucht, Ideen aus dem Workshop im letzten Jahr umzusetzen, lernt aber trotzdem immer etwas Neues dazu. Für Harald Finkl von Finkls Erlebnis Motorrad in Königsbrunn ist der Workshop einer der wichtigsten Tage im ganzen Jahr und das CSB-Warenwirtschaftssystem eine große Erleichterung.

Stephan Maderner, der sich nach eigenen Angaben manchmal selbst fast wie ein Händler fühlt, findet es schön, dass sich im Benchmark-Club alle persönlich kennen und betont, dass Inhalte interner Diskussionen „unter uns“ bleiben. Der Club mache den Handel stark und besser und der vorangegangene Workshop habe mindestens 100 gute Ideen mit sich gebracht, von denen die Teilnehmer profitieren können. Er möchte aus den 80 Betrieben schon bald 100 bis 200 machen, Interessenten sollen sich deswegen per Mail an stephan.maderner@vogel.de wenden. Außerdem dankt er den Sponsoren und Kooperationspartnern und übergibt das Mikro an Martin Berning, Senior Consultant bei BBE Automotive.

Aufbereitung der Zahlen durch BBE Automotive

Dieser merkt an, dass im Vortrag nicht so viele Zahlen gezeigt werden können, da diese dem »bike und business«-Benchmark-Club vorbehalten seien. Die Funktion des Clubs erklärt er wie folgt: Die meisten Händler haben keinerlei Möglichkeit zum Vergleich, daher wird eine Gegenüberstellung der eigenen Zahlen mit dem Durchschnitt und den Besten angeboten. Jeder Teilnehmer erhält außerdem eine individuelle Auswertung und Einzelgespräche von einer bis drei Stunden Dauer, die sie enorm voranbringen.

BBE Automotive plausibilisiert hierfür die Daten der Händler und wertet sie anonym aus. Das Ergebnis dürfen nur die Teilnehmer einsehen, die so wissen, wo sie noch Verbesserungspotenzial haben. Bereits zum vierten Mal habe sich der Club in diesem Jahr zum Erfahrungsaustausch getroffen.

Die Kennzahlen, die durch den Club ermittelt und verglichen werden sind u.a.:

  • Eigenkapitalquote,
  • Gewinn nach Unternehmerlohn,
  • Notwendiger Rohertrag,
  • Miete/Immobilieninvestition,
  • Mindestverkauf an Stunden pro Mechaniker,
  • Personalkosten.

Am Beispiel der verkauften Stunden und des Stundensatzes zeigt Berning auf, wie groß die Unterschiede zwischen den Betrieben sind und wie dem Händler ein kleines Vermögen verloren gehen kann, wenn er diese Zahlen nicht überblicke. Durch den Benchmark-Club erfahren die Händler, wie diese Zahlen durchschnittlich, maximal und minimal aussehen.

Gegen Berechnung kann eine Auswertung für Neumitglieder außer der Reihe noch in diesem Jahr stattfinden (Interessenten wenden sich bitte an mberning@bbe-automotive.de). In Zukunft möchte Martin Berning die Mitglieder des »bike und business«-Benchmark-Clubs in Gruppen nach ähnlicher Umsatzhöhe, Solo- und Mehrmarkenvertrieb, Stadt und Land sowie Ost und West aufteilen, die sich mehrmals im Jahr treffen. Dafür muss der Club allerdings noch wachsen, deswegen appelliert auch er an die Gäste: „Nehmt teil!“.

Benutzerfreundliche Übermittlung der Daten mit CSB Warenwirtschaft

Als nächstes begrüßt CSB-Geschäftsführer Dieter Börjes die Zuhörer mit einem „Moin!“. Er erklärt das System der CSB Warenwirtschaft: Ein Programm, mit dem jeder Unternehmer selbst seine Daten auswerten und aufbereiten kann und das die Mehrheit der deutschen Motorradhändler im Einsatz hat. Das Eintragen von Bilanz, Gewinn und Verlust nehme nur 20 Minuten in Anspruch. Zusätzlich müsse noch ein Fragebogen zum Unternehmen ausgefüllt werden und schon kann man am Verfahren des Benchmark-Clubs teilnehmen.

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