»bike und business«-Online-Petition: Der Kampf geht weiter

Antrag der CDU- und FDP-Fraktionen an die Bundesregierung fordert, den Erwerb von Motorrad-Führerscheinen leichter und billiger zu machen.

( Archiv: Vogel Business Media )

Der Zugang zum Zweiradführerschein muss vom Gesetzgeber erleichtert werden. Das Ergebnis nach neun Wochen Online-Voting macht Mut: Bis jetzt stimmten 5.864 Teilnehmer für unsere beiden Liberalisierungsvorschläge „AM mit 15 Jahren“ und „Pkw-Einschlussregelung für den A1 nach zwei Doppelstunden Ausbildung“. Vielen Dank fürs Mitmachen! Die Resonanz zeigt, dass die deutschen Zweiradfans es leid haben, dass der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren immer restriktivere (Führerschein)-Regeln eingeführt hat, die den Zugang zur Zweiradmobilität erschweren. Durch eine Änderung der Europäischen Führerscheinrichtlinie ist in diesem Jahr die Chance gegeben, dass der Bundesverkehrminister einen neuen Zugang zu den Zweiradführerscheinen schafft und damit einen Impuls für mehr Spaß an der Zweiradmobilität gibt.

Druck auf der Lobby-Pumpe

Am 28. April fand im Bonner Verkehrsministerium eine Anhörung von Branchen-Experten statt. Bundesinnungsmeister Ernst Brehm war mit von der Partie und übergab den Ministerialen die Abstimmungliste mit zu diesem Zeitüunkt 5.500 digitalen Unterschriften pro Reform - eine beeindruckende Zahl, die Politiker nicht einfach negieren dürfen!

Sensation in Berlin: Union und FDP fordern Bundesregierung zu Reformen auf

Und tatsächlich scheint die Branchenaktion nachhaltig Wirkung zu erzielen in Berlin. Union und FDP wollen den Erwerb von Motorrad-Führerscheinen leichter und billiger machen. In einem Antrag der Fraktionen an die Regierung fordern sie, dass erfahrene Autofahrer nicht mehr die volle Theorie pauken müssen, um an den Führerschein A1 (bis 125 Kubikzentimeter) zu kommen, meldet der Nachrichtendienst AP am 5. Mai 2010. „Das kostet Zeit und Geld und ist oft unnötig, da die Prüflinge die Regeln im Straßenverkehr bereits kennen und in der Praxis anwenden“, erklärten die CDU-Verkehrsexperten Dirk Fischer und Gero Storjohann. Wer länger als 15 Jahre einen Pkw-Führerschein der Klasse B besitzt, muss demnach für den A1 nur noch eine spezifische theoretische Prüfung ablegen sowie nach einer Ausbildung am Motorrad eine praktische Prüfung absolvieren. Für schwere Motorräder sollen Fahrer, die bereits zwei Jahre oder länger einen A1-Führerschein besitzen, keine Theorieprüfung mehr ablegen, sondern lediglich eine praktische Einweisung und Prüfung machen.

Union und FDP beantragen außerdem, das Mindestalter für den Führerschein der Klasse M von derzeit 16 auf 15 Jahre zu senken. Die Absenkung komme vor allem auch Auszubildenden des Handwerks in ländlichen Räumen zugute, hieß es.

Die Abstimmung geht weiter

Gleichwohl geht das Online-Votum weiter. Das Bundesverkehrsministerium wird voraussichtlich erst im September 2010 final über die neuen Führerschein-Rahmenbedingungen entscheiden. Bleibt also noch genügend Zeit, sich für eine Reform starkzumachen und im Interent abzustimmen! Aufgerufen sind alle Eltern, Schüler, Arbeitgeber, Vereinsträger, Motorrad-, Moped-, Roller-, Mofa- und Fahrradfahrer: Unterstützen Sie die »bike und business«-Führerscheininitiative, die auch vom Deutschen Zweiradmechaniker-Handwerk und -Gewerbe getragen und forciert wird und stimmen Sie ab. Das gilt auch für alle Motorrad- und Rollerfabrikate mit ihren Händlernetzen, alle Großhändler und Vertreter der Zubehörindustrie. Mobilisieren Sie sich und Ihre Kunden und setzen den Bundesverkehrsminister unter Druck.

Im folgenden lesen Sie noch einmal die Hintergründe und Fakten der Aktion. Stimmen Sie hier ab.

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