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Bike Woman of the year 2017: Pneu à pneu zu einer „reifen“ Leistung

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Martina Eicher

Die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau und ehemalige Siebenkämpferin Claudia Hentrich, Bezirksleiterin Motorradreifen bei Goodyear Dunlop Tires Germany, punktet bei Händlern durch ihren Esprit, ihre charmante Art und durch ihre fachliche Qualifikation. Beim Award „Bike Woman of the year" 2017 belegte sie Platz 3.

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Claudia Hentrich weiß, bei wem sie sich für ihren authentischen Erfolg in den Socal-Media-Kanälen bedanken muss: bei ihrem Lieblingsobjekt, dem eigenen Motorrad.
Claudia Hentrich weiß, bei wem sie sich für ihren authentischen Erfolg in den Socal-Media-Kanälen bedanken muss: bei ihrem Lieblingsobjekt, dem eigenen Motorrad.
(Bild: Claudia Hentrich)

Ja, Sie lesen richtig – anders als die allermeisten Motorradverrückten in der Szene: Claudia Hentrich hat ihren Beruf zum Hobby gemacht und nicht umgekehrt. Seit 1995 arbeitet die resolute Powerfrau bei Dunlop Motorradreifen Deutschland. Als Bezirksleiterin im Außendienst trägt die gebürtige Hessin Umsatzverantwortung für die Gebiete Baden-Württemberg, Saarland, Rhein-Main und für Teile von NRW. Die für ihren Job notwendigen Kenntnisse hat sie sich bodenständig angeeignet. Nach dem Abitur in Hanau folgte eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelsfrau. Outlook, Word, Excel und Powerpoint sowie SAP beherrscht die 47-Jährige aus dem Effeff.

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Ein kommunikativer Mensch mit sozialer Ader

ährend einige Händler ihr zu Beginn ihrer Außendiensttätigkeit mit Fragen genau auf den Zahn fühlten, stellt heute niemand mehr ihr Know-how infrage. Mit Professionalität und Humor bringt Claudia ihre Schätzchen an den Mann. In Sachen Reifen macht ihr keiner so schnell was vor, Claudia besticht wortwörtlich mit einer „reifen“ Leistung.

In der Branche mag Claudia Hentrich als weibliche Exotin gelten, aber dieser Status gereicht ihr bestimmt nicht zum Nachteil. „Nur mit dem ‚Frau-Sein‘ verkauft man allerdings nicht, am Ende zählt die fachliche Qualifikation“, meint sie. „Wenn die Chemie stimmt, kann man den Fachhandel überzeugen.“ Draußen unterwegs zu sein und mit vielen Menschen zu tun zu haben, bewertet Claudia Hentrich, die sich selbst in die Kategorie „kommunikativer Mensch mit sozialer Ader und gut organisiert“ einstuft, als das Aufregendste an ihrem Job. Gleichwohl genießt sie die relative Flexibilität und Selbstständigkeit, die ihr Business-Dasein als Homeoffice-Workerin mit sich bringt.

Vom Traum, am Lenker des eigenen Motorrads und Rollers zu sitzen

Alle vier bis sechs Wochen finden in Hanau Abteilungsmeetings statt. Abstimmung mit den Kollegen muss sein. Dann schwört sich das Dunlop-Motorradreifenteam als Truppe wieder ein. Die „Dienstälteste“ punktet hier regelmäßig mit ihrem Erfahrungsschatz. „Generell bin ich skeptisch gegenüber allzu vorschnellen Neuerungen in betrieblichen Abläufen“, analysiert Hentrich. Prozesse, die gut laufen, sollte man nicht nur deshalb neu organisieren, um mit
der Zeit zu gehen und neumodischen Managementmethoden zu huldigen.

Auch privat gehören Zweiräder für Claudia Hentrich mittlerweile zur festen Freizeitgestaltung. Mit ihrem Lebensgefährten entschleunigt sie sich im Vespa-Urlaub in Italien –
oder sie ist auf ihrer kultigen Kawasaki W 800 mit den Frauen vom Stammtisch unterwegs. Auf der »bike und business«-Motorradtour 2017 durch den Harz und das Weserbergland klebte sie den ambitionierten Männerfahrern gnadenlos am Hinterrad und bestach durch ihre elegante und präzise Fahrweise – und das, obwohl sie den Motorradlappen erst seit 2013 besitzt. Der Jury imponierte die durchsetzungsstarke Claudia, und sie verlieh ihr glatt die Bronzemedaille.

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