Vins Duecinquenta: Comeback des Zweitakter

Ultraleichtes und zulassungsfähiges Zweitaktmotorrad

| Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Judith Leiterer

Duecinquenta, also 250, heißt die neue Zweitakt-Rakete von Vins Motors.
Duecinquenta, also 250, heißt die neue Zweitakt-Rakete von Vins Motors. (Bild: Vins Motors)

Zweitakter? Eigentlich gelten die als ausgestorben. Doch bald will die italienische Marke Vins eine ultraleichte Zweitakt-Rakete in den Markt bringen. Allerdings zu einem atemberaubend hohen Preis.

Vor allen in den 80er- und 90er-Jahren konnten noch einige wenige Zweitaktmotorräder japanischer Hersteller Bikern feuchte Träume bereiten. Doch angesichts ungezügelter Trinksitten und strenger werdender Abgasvorschriften hat sich das exotische Verbrennungsprinzip vom Markt schon vor langer Zeit verabschiedet. Die noch junge Motorradschmiede Vins aus dem italienischen Maranello will demnächst dennoch ein ultraleichtes und zudem zulassungsfähiges Zweitaktmotorrad namens Duecinquenta anbieten.

Neben dem Verbrennungsprinzip des Motors lässt die Duecinquenta vor allem mit ihrem Gewicht aufhorchen. Weil Chassis, Verkleidungsteile und Fahrwerkskomponenten aus Carbon gefertigt wurden, konnte ein Gesamtgewicht der straßenzugelassenen Version von weniger als 95 Kilogramm realisiert werden. Eine Rennversion namens Competizione soll sogar auf weniger als 85 Kilogramm auf die Waage bringen.

Der V2-Zweitaktmotor, in der Straßenversion mit 249 Kubikzentimeter Hubraum, hat entsprechend leichtes Spiel. Eine Leistungsangabe gibt es allerdings noch nicht, doch angesichts einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h dürfte der wassergekühlte und elektronisch einspritzende Euro-4-Twin wohl mehr als 60 PS mobilisieren. Im Fall der Competizione kommt eine Motorvariante mit 288 Kubikzentimeter Hubraum zum Einsatz, die über 80 PS leisten und eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h ermöglichen soll.

Die von fünf ehemaligen Mitarbeitern des Ferrari-Formel-1-Teams entwickelte Duecinquenta dürfte angesichts eines Preises von rund 40.000 Euro allerdings ein sehr seltener Exot bleiben. Die Rennversion soll sogar gut 50.000 Euro kosten.

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