Kymco: Exseiting die Zweite

S wie Sporttourer

| Autor: Steffen Dominsky

Sportliche Keilform und mit ausgeprägter Stufensitzbank: der neue Xciting S 400i.
Sportliche Keilform und mit ausgeprägter Stufensitzbank: der neue Xciting S 400i. (Bild: Kymco)

Mit dem überarbeiteten„Xciting 400i“, dem „Xciting S 400i, steht Rollerinteressenten ein ziemlich dynamisches Zweirad zur Verfügung. Abstimmung und Power laden ein zum Ständerkratzen.

Die Autobranche macht es vor: Oft ist es nur ein scheinbar simpler Buchstabe in der Modellbezeichnung - aber, der, der macht den Unterschied. Dank ihm mutiert der Biedermeiertyp zum Brandstiftervertreter. Oder das in die Jahre gekommene Fahrzeug zum trendigen Neuaufguss. Bei Kymco ist jetzt quasi beides der Fall. Ein kleines „S“ im Namen macht hier den Unterschied: Hatte der taiwanesische Hersteller seinen Roller der Kategorie „gehobene Mittelklasse“ ursprünglich auf „Xciting 400i“ getauft, so hört dieser künftig auf den Namen „Xciting S 400i“. Zugleich gibt sich das Zweirad, das begeistern möchte, deutlich sportlicher als der Vorgänger.

„Das ,S' steht für ,Sporttourer', denn optisch tendiert der Neue mit seiner imposanten Front und der langgezogenen Hecklinie eher in Richtung dynamisches Motorrad“, nordet Gerald Federl, Geschäftsführer des Kymco Importeurs MSA, den Neuen selbstbewusst ein. Und ja, nach einer ausgiebigen Probefahrt rund um eine Automobilrennstrecke namens Nürburgring, ist man geneigt Herrn Federl Recht zu geben. Der 400-Kubik-Asiate weiß wirklich zu gefallen. Nicht nur optisch wirkt die Neuauflage richtig flott. Schuld daran ist zum einen die sportliche Front: So ist der Xciting S 400i der erste Roller, der mit ECE-zugelassenem LED-Tagfahrlicht daher kommt. Und das steckt in einer hübsch gepfeilten Front.

Leuchtdioden auf dem Vormarsch

Mit einer LED-Vollausstattung glänzt im wahrsten Sinne des Wortes auch das raketenmäßig schräge Heck mit seinen steil aufragenden Rückleuchten. Und auch der optische Rest des Rollers hat eine Frischzellenkur Marke „sportlich“ erfahren. Doch nicht nur auf optische Belange haben die Kymco-Verantwortlichen geachtet: Bei der Gestaltung der Karosserie legte sie auch Wert auf eine gute Aerodynamik. So findet der Fahrer hinter dem neuen Windschild nicht nur verbesserten Schutz, er kann das Schild nun auch ohne Werkzeug ganz einfach in der Höhe in insgesamt fünf Stufen verstellen.

Kleinere Xciting-Piloten und -Pilotinnen werden sich über den nun niedrigeren vorderen Teil der Sitzbank freuen, Soziusse und Sozias über den nun höheren hinteren Teil der selbigen. So baumeln erstere nicht immer mit den Füßen über den Ablageflächen und letztere genießen eine verbesserte Aussicht. Neu ist auch die Zweiteilung der Sitzbank, die den Zugang zum Staufach erleichtert: Der Beifahrersitz kann separat über einen Lenkerschalter geöffnet werden.

Klassenprimus in Sachen Power

Doch nun zur (Antriebs-)Technik: Den CVT-Antrieb haben die Ingenieure neu abgestimmt, den Motor optimiert. Mit seinen 26,5 kW (36,1 PS) und 38,1 Nm Drehmoment braucht sich der Xciting S 400i nicht verstecken, im Gegenteil, denn damit ist er quasi Klassenbester. Der Einspritz-Einzylinder bietet eine gleichmäßige Leistungsentfaltung rauf bis 7.500/min. Damit gewinnt man durchaus das eine oder andere Beschleunigungsrennen im Großstadtdschungel bzw. realisiert mehr als ordentliche Reisegeschwindigkeiten auf Land- und Schnellstraßen. Auch Autobahnen lassen sich somit stressfrei entern.

Auch beim Fahrwerk haben die Kymco-Mannen reichlich die Feilen ausgepackt und Feinschliff betrieben. Speziell die Abstimmung der hinteren Federbeine haben sie geändert/verbessert. Gleiches gilt für die Motoraufhängung. Sie fixiert das Aggregat nun fester im Rahmen und sorgt für eine optimierte Gewichtsverteilung. Ach so: Der Telegabel haben sich mithilfe einer zweiten Gabelbrücke verstärkend unter die Arme gegriffen. In Sachen stets exakte Punktlandung bemüht sich hingegen das neueste Bosch-ABS-System in der Version 9.1 in Verbindung mit in Summe dreier Bremsscheiben.

Noodoe-Navi serienmäßig

Das vom Kymco-Top-Modell AK bekannte Navigationskonzept namens „Noodoe“ ist jetzt auch beim Xciting serienmäßig mit an Bord. Es vernetzt den Roller via TFT-Display mit dem Smartphone des Fahrers: Es informiert zum Beispiel über die nächstgelegene Tankstelle, die Wettervorhersage, Handyanrufe oder die neuesten Social-Media-Updates und Nachrichten. Und, wichtig: Es speichert den letzten Parkplatz des Rollers.

Um die Aufmerksamkeit des Piloten möglichst wenig vom Verkehr abzulenken, zeigt Noodoe die Anzahl der Kreuzungen oder Querstraßen bis zum Abbiegen an. Man muss wie beim Raktetenstart also nur die Straßen nach unten abzählen, bis wann man abbiegen muss. Wer Gefallen an Kymcos Roller-Neuauflage gefunden hat, der darf für den Xciting S 400i mit ABS 6.599 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) auf den Tisch des Händlerhauses legen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kymco.de.

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