Bimota: BB3-Premiere und immer noch Streit um Exklusivrechte in Deutschland

Mit der BB3 auf Basis der BMW S 1000 RR und der Fahrwerkstechnik von Wilbers feiert Bimota seinen 40. Geburtstag. Derweil geht der Streit um die Exklusivrechte in Deutschland in die nächste Runde.

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Auf der EICMA wurde die neue Bimota BB3 enthüllt.
Auf der EICMA wurde die neue Bimota BB3 enthüllt.
(Foto: Bimota)

Einer der spektakulären Highlights der Mailänder EICMA 2013 war zweifelsohne auch die Weltpremiere der neuen Bimota BB3. Die neuen Bimota-Eigentümer um Marco Chiancianesi und Daniele Longoni haben das auf Basis der BMW S 1000 RR konstruierte Superbike am 6. November vorgestellt. Das Vierzylinder-Bike mit 999 cm ³ Hubraum leistet 142 kW (193 PS) und weist ein maximales Drehmoment von 112 Nm auf. Die spektakuläre Maschine made in Rimini wiegt trocken nur 179 Kilogramm. Auch ein Verdienst der Fahrwerkstechnikprofis von Benny Wilbers, die zudem als Bimota by Wilbers nach eigenen Angaben offizieller Importeur der Marke Bimota in Benelux und Deutschland sind. Die Geschäftsführer Benny Wilbers (Vertrieb und Marketing) und Burkhard Stember (Technik und Schulungen) waren persönlich in Mailand vor Ort und zeigten am offiziellen Stand von Bimota selbstbewusst Flagge.

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Demgegenüber behauptet Stefan Prein, Geschäftsführer von Bimota Deutschland c/o GsP Business Relations GmbH in Baden-Baden nach wie vor, dass er mit seiner Firma Generalimporteur mit rechtsgültigen Verträgen bis November 2016 sei. Und zwar für die Gebiete Deutschland, Österreich, Schweiz und Benelux. Siehe auch »bike und business«-Bericht Der Kampf um Bimota vom 23. September, Bimota by Wilbers weist Abmahnung von GsP zurück vom 25. September sowie Die neuen Herren von Bimota vom 30. Oktober.

„Die GsP Business Relations GmbH geht gerichtlich gegen die Bimota by Wilbers GmbH vor und will die fortgesetzte Verletzung unserer Exklusivrechte stoppen“, teilt Stefan Prein »bike und business« am 6. November mit. Der Antrag auf eine einstweilige Verfügung sei der Bimota by Wilbers GmbH vom Gericht zugesandt worden.

Das Schreiben im Wortlaut: „Unwahr ist unter anderem auch die Darstellung der Bimota by Wilbers GmbH, dass die Abmahnung in Bezug auf die Ausstellung am Hockenheimring von deren Anwälten oder Anwälten aus Italien zurückgewiesen wurde. Ausschließlich die zeitliche Nähe zu dem Termin in Hockenheim verhinderte weitere rechtliche Maßnahmen.

Wegen der Verletzung von rechtsgültigen Verträgen ist in Deutschland bereits 2012 eine Klage vor dem Landgericht gegen Bimota S.p.a./ S.r.L. erhoben worden, in der es neben Schadenersatzansprüchen auch um eine beträchtliche Vertragsstrafe in Bezug auf ein gleichfalls geschlossenen Vertrag über zukünftige Entwicklungsprojekte geht (die „BB3“, Anm. der Redaktion). In der Vergangenheit wurde Bimota S.r.L. mit Hinweis auf Zudiderhandlung mehrfach abgemahnt und aufgefordert, die vertraglichen Vereinbarungen zu erfüllen. Bimota Deutschland c/o GsP Business Relations GmbH Solutions wird mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln den Rechtsweg verfolgen.“ Soweit der O-Ton des Schreibens, welches der Redaktion vorliegt.

Fest steht, dass die Marke Bimota im Jahr ihres 40-jährigen Bestehens in aller Munde ist. Benny Wilbers zeigt sich angesichts der von GsP angedrohten gerichtlichen Auseinandersetzung gelassen und zuversichtlich. Und die beiden neuen Eigentümer Marco Chiancianesi und Daniele Longoni äußern sich euphorisch über die Zukunft: „In Bimota the music has changed, the evolution from chrysalis to beautiful butterfly has begun and cannot be stopped.“

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