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BMW C1 - 125 mit Briefkasten

| Autor/ Redakteur: Dieter Thurm / Martina Eicher

Mobiler Briefkasten wird von den Hofheimer Bürgern gut angenommen

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Der Einwurfschlitz befindet sich in einer optimalen Höhe – zumindest für diese Kundin.
Der Einwurfschlitz befindet sich in einer optimalen Höhe – zumindest für diese Kundin.
( Archiv: Vogel Business Media )

Hofheim/Ts. Die Idee kam Wolfgang Bieger, nachdem er von der Post die Zusage für einen Post-Partner-Shop erhalten hatte und einen Roller C1 von BMW sah. Der war vorne gelb und implizierte die Post. Hinzu kam, dass Spielwaren- und Modellbahn-Händler Bieger selbst im Betrieb zwei C 1 (schwarz) nutzt, mit denen er sehr zufrieden ist.

Der zweite Teil der Idee war, dort einen Briefkasten hinzustellen, wo sonst weit und breit keiner ist und zusätzlich auf Anruf dort hin zu fahren, wo ein Briefkasten benötigt wird. Nachdem die Idee lange genug gewälzt und besprochen worden war, schritt Bieger zur Tat. Er beschaffte ein gebrauchter Roller C 1 - 125, nur wenige Kilometer gelaufen, und baute ihn a la Post um. Von der Post erhielt er die nötige Genehmigung, einen rollenden Briefkasten einzurichten. Von der Stadt Hofheim erhielt er die Erlaubnis, vor einem größeren Einkaufs-Center auf dem breiten Bürgersteig den Roller-Briefkasten täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr zu parken, und so wurde die Idee Realität.

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Auf dem Platz der Sozia/Sozius, hinter dem Fahrer, ist jetzt ein großer gelber Briefkasten fest verankert. Das Posthorn (Logo der Post) ist vorhanden, die Adresse von Biegers Partner-Agentur sowie die Leerungszeiten sind darauf angegeben. Der rollende Briefkasten wird von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt sehr gut angenommen, nicht selten ist der Briefkasten schon lange vor 17.00 Uhr randvoll mit Post. Zusätzlich ist eine Telefonnummer angebracht, um den rollenden Briefkasten an eine gewünschte Abholstelle zu ordern. Das geschieht nach 17.00 Uhr und verläuft ebenfalls erfolgreich. Das führt dazu, dass der Roller täglich gut und gerne 150 Kilometer als Briefkasten zurücklegt. Mit Inbetriebnahme dieses ersten rollenden Briefkasten auf zwei Rädern in Deutschland ist größerer Rummel entstanden. Funk und Fernsehen, Tages- und Wochenzeitungen aus der Region sowie spezielle Medien wie die von der Post für ihre Partner herausgegebene Zeitschrift, interessieren sich für Biegers Idee. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hat Bieger Briefmarken mit Foto des C 1 -Briefkasten drucken lassen und in Umlauf gebracht. 2000 Bogen mit je 20 Marken zu -.45 Eurocent und 3000 Bogen zu je -.55 Eurocent als gültige Postwertzeichen. Die Auflage, so Wolfgang Bieger, sei einmalig, um den Seltenheits- und damit Sammlerwert auf einem gewissen Niveau zu halten. Auch hier gibt ihm der Erfolg recht. Von diesen Sondermarken, die als „Marke Individuell“ bezeichnet werden, sind nach kurzer Zeit nur noch wenige Bögen vorhanden. Inzwischen geht Bieger mit dem Gedanken schwanger, noch einen zweiten mobilen Briefkasten-Roller C 1 zu installieren. Der Umbaukosten hierfür liegen bei rund 1.500.- Euro, meinte Bieger.

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