BMW: Der schnellste Bagger der Welt

BMW K 1600 B

| Autor / Redakteur: Ulf Böhringer/SP-X / Judith Leiterer

BMW wagt sich mit einem neuen Motorrad in das für die Bayern neue Segment der Bagger. Kann ein deutsches Unternehmen mit einem Bike im US-Style punkten?
BMW wagt sich mit einem neuen Motorrad in das für die Bayern neue Segment der Bagger. Kann ein deutsches Unternehmen mit einem Bike im US-Style punkten? (Bild: BMW)

BMW wagt sich mit einem neuen Motorrad in das für die Bayern neue Segment der Bagger. Kann ein deutsches Unternehmen mit einem Bike im US-Style punkten?

Das feine Petersen Automotive Museum, am noblen Wilshire Boulevard zentral in Los Angeles gelegen, gehört zu den ersten Adressen der Stadt, wenn es um Mobilität in gehobener Form geht. Insofern passen Umgebung und Anlass bestens zueinander, denn hier enthüllt BMW das dritte neue Modell für die kommende Motorradsaison. Erstmals wagen sich die Bayern in das Segment der schrägen Zweirad-Bagger im US-Style. Vom höchsten Punkt, der Scheibe, fällt bei diesen Fahrzeugen die Linie nach hinten kontinuierlich ab. Relaxtes Fahren ohne jeglichen sportlichen Ehrgeiz legen Bagger nahe. Und es sieht ganz so aus, als würde die neue BMW K 1600 B, von der extrem leistungsstarken K 1600 GT mit Sechszylinder-Reihenmotor abgeleitet, diesen Anspruch erfüllen können.

Betont gestreckt, fast schon stromlinienartig, erscheint die Silhouette mit der ungewohnt flachen Heckpartie. Um sie realisieren zu können, bedurfte es eines erheblichen chirurgischen Eingriffs: Der Heckrahmen der K 1600 GT musste stark abgeändert werden. Die Sitzhöhe für den Passagier wurde auf diese Weise um sieben Zentimeter verringert und so eine typische Bagger-Optik erzielt. Zu diesen für europäische Augen nach wie vor ungewöhnlich erscheinenden Motorrädern gehören fest installierte, tief montierte Seitenkoffer. Auch die hat man bei BMW neu entwickelt und sie zudem mit integrierten Leuchteinheiten ausgestattet, die im doppelten Sinne Signalcharakter haben. Der Kofferdeckel wurde flacher gehalten, dafür ist der Korpus tiefer. Zum leichteren Ausbau des Hinterrades kann der hintere Kotflügel nach oben geklappt werden.

Nicht weniger auffallend ist die Auspuffanlage. Die mächtigen Endschalldämpfer sind verchromt und verlaufen fahrbahnparallel. Ihre Optik kontrastiert stark mit dem ansonsten vollkommen schwarz lackierten Fahrzeug: Denn nicht nur sämtliche Karosserieteile sind schwarz, auch die neu entwickelten Aluminiumgussräder mit elf Speichen und der Antriebsstrang sind schwarz lackiert. Eine Alternativfarbe ist nicht im Angebot. Der Windschild ist wie bei der GT elektrisch verstellbar, allerdings im Sinne einer korrekten Bagger-Linie deutlich kürzer gehalten. Neue Windleitflügel und weit nach hinten gezogene Verkleidungsseitenteile sollen dennoch einen effektiven Windschutz garantieren.

Technisch wurde die K 1600 B auf denselben Stand gehievt wie die 2017er GT-Version. Auch die Bagger-Variante verfügt daher über das semiaktive Fahrwerksregelsystem Dynamic ESA mit automatischer Dämpfungsanpassung sowie die Dämpfungsmodi „Road“ und „Cruise“. Im Sonderausstattungsangebot finden sich eine elektrische Rückfahrhilfe und ein Schaltassistent, der das kupplungsfreie Hoch- und Herunterschalten ermöglicht. In jenen europäischen Märkten, in denen das ConnectedDrive-System aktiv ist, gibt es auch den Intelligenten Notruf für rasche Hilfe bei Unfällen und in Notsituationen.

Der Sechszylinder-Reihenmotor erfüllt nunmehr die Anforderungen der EU-4-Normen, die Maximalleistung beträgt unverändert 118 kW/160 PS bei 7.750 U/min. Auch das maximale Drehmoment von 175 Nm bei 5.250 U/min hat unter der Emissionsabsenkung nicht gelitten. Serienmäßig gibt es drei Fahrmodi sowie eine dynamische Traktionskontrolle. Wer vollen Schub gibt, erreicht 100 km/h bereits nach 3,2 Sekunden, womit die K 1600 B der dynamischste Bagger der Welt sein dürfte. Vermutlich auch der schnellste; BMW beschränkt sich darauf, die Höchstgeschwindigkeit wie bei der K 1600 GT mit über „200 km/h“ anzugeben. Inklusive der fest montierten Seitenkoffer wiegt diese Version 336 Kilogramm und mithin 17 Kilo mehr als die GT ohne Koffer. Die fünf Prozent Differenz dürften kaum spürbar sein, dank der Rückfahrhilfe noch nicht mal beim Rangieren.

Zum Preis der K 1600 B schweigt sich BMW bislang noch aus. Auch der Lieferbeginn bleibt noch im Ungefähren: Als Zeitpunkt der Markteinführung wird das zweite Halbjahr 2017 genannt.

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