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BMW GS Trophy 2020 (Tag 2): Fightclub am Strand

Die kräftezehrenden Wettbewerbe am zweiten Tag der BMW Motorrad GS Trophy 2020 waren das Kiesschieben und der Strandsprint.

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Respekt: Die beiden internationalen Frauenteams halten wacker mit bei den kräftezehrenden Übungen.
Respekt: Die beiden internationalen Frauenteams halten wacker mit bei den kräftezehrenden Übungen.
(Bild: BMW Motorrad )

Die zweite Etappe der BMW Motorrad International GS Trophy 2020 führte die Fahrer über insgesamt 360 Kilometer Küstenpisten in Richtung Süden. Bei anhaltendem Sonnenschein glitzerte der Pazifik azurblau und die Fahrer kämpften sich auf Asphalt, Kies und sogar über Strandpisten durch die Küsten- und Hügelregion.

BMW GS Trophy 2020 (Tag 2)

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Als sie ihre Zelte abbauten, um wie gewohnt früh zu starten, wurden die Fahrer von einem prächtigen Sonnenaufgang über dem Pazifik begrüßt. Sie fuhren entlang der Küste nach Cape Kidnappers (wo 1769 ein Schiffsjunge, der auf der Endeavour, dem Schiff von Captain James Cook, angeheuert hatte, von Maori-Kriegern verschleppt wurde). Hier standen die GS Fahrer vor ihrer ersten Herausforderung des Tages, dem ‚Gravel Push‘ (‚Kiesschieben‘). Bei abgestelltem Motor mussten die je drei Teamkollegen ihre F 850 GS auf einem Slalom-Parcours durch tiefen Kies am rückwärtigen Teil des Strandes schieben oder ziehen: eine gute Aufwärmübung für die bevorstehende Fahrt!

Anschließend führte der Parcours die GS Fahrer ins Landesinnere, durch das Weinbaugebiet von Hawke‘s Bay, vorbei an den Weinbergen der berühmten Kellereien Elephant Hill, Blackbridge und Clear View. Die Straße nach Süden führte am Te Mata Peak, einem beeindruckenden, 400 m hohen Steilhang aus Kalkstein entlang. Hier konnten die Fahrer den lichten Schatten der Pappel- und Weidenalleen genießen.

Später wichen die Weinberge Schaf- und Rinderweiden – die Viehzucht ist der wichtigste Wirtschaftszweig in der Region Wairarapa. Dort, wo einheimische Manuka-Bäume wuchsen, war auch eine weitere, in Wairarapa verbreitete landwirtschaftliche Tätigkeit anzutreffen: die Bienenzucht. Der Manuka-Honig ist ein besonders hoch geschätztes Produkt. Von hier führte die Strecke – im ständigen Wechsel zwischen Asphalt und Schotter – zur Küste zurück. In Pourerere fuhren die Teilnehmer am Strand entlang, manchmal auf den breiten Sandstreifen, die bei Ebbe zum Vorschein kommen, manchmal auf Pisten, die sich zwischen Dünen und Toi-Toi-Pflanzen (einer Art Pampasgras) dahinschlängeln.

Zurück auf der Straße fuhren die GS-Teilnehmer in südlicher Richtung weiter nach Herbertville. Dann ging es erneut an den Strand – der das Tagesmotto war –, um sich der zweiten Herausforderung, dem ‚Beach Sprint‘ (‚Strandsprint‘) zu stellen. Bei dieser Challenge musste nur ein Teammitglied im Wettlauf gegen die Zeit eine Wendepunktstrecke über Sand bis zu einer Stop-Box am Zielpunkt zurücklegen. Um eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen, war nicht nur voller Einsatz nötig, sondern auch eine gute Technik, wenn der Fahrer bei der Wende oder im Ziel nicht im Sturzflug im Sand landen wollte.

Die letzte Etappe des Tages war eine anspruchsvolle, 200 km lange, kurvenreiche Strecke mitten durch Wairarapa – wie immer im ständigen Wechsel zwischen Asphalt und Schotter. Einer Schotterstrecke kann man nie trauen – wie einer der britischen Fahrer nur 5 km vor dem Ziel feststellen musste, als er in tiefen Schotter geriet und zu Boden rutschte, sich dabei aber nicht verletzte. Ziel war Castlepoint – eine weitere ‚Entdeckung‘ von Captain Cook, benannt nach der 162 m hohen Felsformation, die die Küste überragt. Dort gibt es auch ein Riff, das Segler meiden sollten. Heute ist es allerdings ein beliebtes Surfziel.

Wieder hatten die Fahrer einen langen Tag erlebt, denn sie kamen erst nach 18 Uhr am Ziel an. Wie immer wartete aber ein ausgezeichnetes regionales Abendessen und eine besondere Überraschung auf sie: eine Schaf-Show! Was konnte man in Wairarapa auch anderes erwarten?

Am Abend reichten die Teams schließlich ihre Fotos für den ersten GS Trophy-Fotowettbewerb ein. Die öffentliche Abstimmung für den Fotowettbewerb beginnt am 11. Februar, um 00:00 Uhr (GMT+13 neuseeländischer Zeit) und endet 24 Stunden später. Alle Details zur Stimmabgabe finden Sie auf der Landingpage der Trophy.

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