BMW GS Trophy 2020 (Tag 3): Stranddriften und Handschuhwerfen

Von Castlepoint nach Wainui

| Redakteur: Stephan Maderner

Die atemberaubende Ostküste und die Rimutaka-Berge – mit der Enduro auf Captain Cooks Spuren.
Die atemberaubende Ostküste und die Rimutaka-Berge – mit der Enduro auf Captain Cooks Spuren. (Bild: BMW Motorrad)

Durch die Rimutaka-Berge Richtung Süden – auf Asphalt, Schotter und Pfaden mit der Enduro durch fast unberührte Natur. Durchs ursprüngliche Neusseeland, fast so, wie es zu der Zeit war, als Captain Cook hier landete.

Am dritten Tag der wollte die BMW Motorrad International GS Trophy 2020 mit einem konzertierten Vorstoß nach Süden den Tag in unmittelbarer Nähe zur Cookstraße beenden, um morgen für die Überfahrt zur Südinsel bereit zu sein. Zunächst waren jedoch fast 350 km auf Waldwegen und asphaltierten Straßen durch die endlosen Hügelformationen von Wairarapa zurückzulegen, die durch naturbelassene Wälder und über idyllische Ebenen führten. Danach ging es zurück an die atemberaubende Ostküste und die Rimutaka-Berge wurden überquert. Im Busch, am Rande von Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, wurde schließlich das Camp aufgeschlagen.

Frühstück gab es wieder um 5 Uhr 30, noch vor der Morgendämmerung, und die Fahrer erlebten erneut einen grandiosen Sonnenaufgang am Pazifik, diesmal über dem Riff in Castlepoint. Nach weniger als einem Kilometer erwartete sie bereits die erste Challenge des Tages, der Beach Drift. Dabei trat ein Teilnehmer aus jedem Team zu einem Zeitfahren auf tiefem Sand an, anschließend hatte er einen aus flacherem Sand bestehenden Abschnitt hin und zurück zu durchqueren, bevor er in einem vorgegebenen Bereich präzise zum Stehen kommen musste. Dem tiefen Sand mussten viele Teilnehmer Tribut zollen: Sie kippten entweder um oder blieben im Sand stecken. Davon war auch das bisher so unfehlbare Team Südkorea betroffen.

Weiter ging es auf einem Landwirtschaftsweg mit hartem Untergrund, der an spektakulären Klippen vorbei nach Waimimi führte, einer kleinen Ansiedlung, die aus einer Handvoll Bauernhöfe bestand. Hier bogen die Fahrer landeinwärts in Richtung Masterton ab, der Marktstadt von Wairarapa. Auf schnellen Straßen und kurvenreichen Schotterwegen, setzten die Fahrer ihre Fahrt vorwiegend durch naturbelassenen Wald in östlicher Richtung fort. Auf 536 m, dem höchsten Punkt bei Pariwhariki, sahen sie in der Ferne die eindrucksvolle Tararua-Range, die mit bis zu 1300 Meter hohen Gipfeln die Grenze der Südhälfte der Nordinsel bildet.

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Nach einer Tank- und Kaffeepause im malerischen historischen Städtchen Martinborough fuhren sie nach Osten – nicht nach Süden! – auf den Schotterpisten weiter, die zum legendären White Rock bei Pahaoa führen. Der schwarze Sandstrand steht in einem scharfen Kontrast zum weißen Solitärfelsen, der sich der gewaltigen, tosenden Brandung entgegenstemmt – als Badeplatz denkbar ungeeignet! Unterhaltung bot den Fahrern hier die Leatt Neck Brace Challenge, bei der sie ihre Handschuhe wie bei einer Zielwurfübung in die aufgestellten Nackenstützen werfen mussten.

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Auf der letzten Tagesetappe jagten die GS Fahrer auf der unter Motorradfahrern berühmten Rimutaka Hill Road durch die Rimutaka-Berge - einem bei Wellingtoner Motorradfahrern beliebten Wochenendziel. Die Kurven machen Spaß. Jede Seite der Straße (deren höchste Stelle auf 725 m liegt) grenzt an eine dichte natürliche Buschlandschaft mit Manuka-Bäumen, Buchen, Kohlbäumen, Hebepflanzen und Farnen. Neuseeland – fast so, wie es zu der Zeit war, als Captain Cook hier landete.

Die Aktion war aber noch keineswegs zu Ende: Erneut mussten die Teams einen Fahrer für die letzte Challenge des Tages auswählen: für das Trial, einen gewundenen Pfad, der durch Gehölz und einen Fluss am Rande des Buschlandes führte, das an den heutigen Zeltlagerplatz grenzte. Natürlich war es ein Wettkampf gegen die Uhr - mit Zeitstrafen für Fußabsetzen und Motorabwürgen.

Der Tag endete wie gewohnt spät, die Nachtruhe wurde dagegen früh eingeläutet, da die GS Trophy morgen bereits weit vor Morgengrauen mit der Inter Island Ferry zur Südinsel aufbricht.

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