BMW-GS-Trophy: Abenteuer mit Spaßfaktor

Die GS-Trophy reflektiert alles, wofür eine GS steht

| Autor / Redakteur: Markus Lauer / Markus Lauer

200 Enduristen nahmen an der BMW-GS-Trophy teil.
200 Enduristen nahmen an der BMW-GS-Trophy teil. (Foto: BMW)

Team Deutschland und Alpenteam für Internationale BMW Motorrad GS Trophy 2014 stehen fest.

Sieger sind sie alle, auch wenn sich nur die drei Erstplatzierten qualifizieren konnten: Markus Eichberger (Peißenberg), Roman Wusch (Wiesbaden) und Thomas Becher (Stephanskirchen) haben bei der

BMW Motorrad GS Trophy Germany 2013 ihr Ticket für die Internationale BMW Motorrad GS Trophy 2014 gelöst. Für das Alpenteam werden die beiden Schweizer Thomas Ringler und Ernest Heggli sowie der Österreicher Manfred Preloschnik an den Start gehen. Die BMW Motorrad GS Trophy Germany fand in 2013 erneut in Niedereschach im Rahmen des beliebten Touratech Travel-Events statt.

Das überwältigende Gefühl, über sich hinaus gewachsen zu sein und etwas geschafft zu haben, was vorher vielleicht unmöglich schien, spiegelte sich in den glücklichen Gesichtern der Fahrer. Auch bei der 6. GS Trophy (bisher: GS Challenge) ist der Spagat gelungen, private Fahrer mit ganz verschiedenen Ansprüchen und unterschiedlichem Leistungsvermögen zu vereinen.

Dies bestätigte Herbert Unger, deutscher Teilnehmer an der „One World. One

R 1200 GS“-Tour, der zum ersten Mal hier mitfuhr: „Alles top organisiert. Ein Gelände wie aus dem Bilderbuch und eine absolut gelungene Mischung.“ Er sowie die weiteren Teilnehmer Stephanie Rowe, Alessio Cigolini und Stephane Gautronneau waren nach Niederschach gereist, um erneut den GS Spirit zu erleben und von ihren Reiseerlebnissen zu berichten.

17 Sonderprüfungen mit und ohne Motorrad, Team- und Technikaufgaben, Geschicklichkeitstests und sportliche Herausforderungen warteten in einem Radius von rund 100 km rund um Niederschach auf die Teilnehmer. An Stationen mit Namen wie „Gipfelglück“ oder „Tunnel des Grauens“ erlebten die rund 200 Enduristen im Alter von 18 bis 69 Jahren – darunter auch zehn Frauen – eine abenteuerliche Schwarzwald-Olympiade, die es in sich hatte.

Kraxeln an einer 15 Meter hohen Kletterwand gehörte genauso dazu wie ein schweißtreibender Boxenstopp. Für Adrenalinkicks sorgte die Mühlelochbahn, wo sich die Teilnehmer an einer Zipline in den Abgrund stürzen und den Schwarzwald aus der Vogelperspektive erleben konnten. Vor der beeindruckenden Kulisse der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burgruine Neufürstenberg spielte sich die Teamaufgabe unter dem Motto „Bizeps und Birne“ ab; hier galt es, einen vertrackten Motorradtransport und ein nicht minder kniffliges Wiesenmemory zu meistern. Ein unfreiwilliges Bad im Bach gab es für viele gleich dazu.

GS ganz legal im Gelände fahren

Das Highlight waren für die meisten Fahrer aber die sieben Enduro-Prüfungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die selbst den Routiniers einiges abverlangten. Besonders beeindruckend war die Sonderprüfung „Next Generation“, wo die Fahrer auf eine brandneue BMW R 1200 GS umsteigen und diese durch eine einzigartige Offroad-Kulisse aus Schlamm, Wasser und Sand manövrieren konnten – von Himalaya bis Sahara war alles dabei.

Die Möglichkeit, eine GS ganz legal im Gelände fahren zu können, hatte auch Trophy-Sieger Markus Eichberger zur Teilnahme bewogen. Im vergangenen Jahr noch auf Rang 32, hatte er es diesmal mit seiner HP2 unter die zehn besten GS-Piloten geschafft und im extrem schwierigen Finalparcours auf dem Touratech Travel-Event-Gelände eine souveräne Leistung gezeigt.

Rund 1.500 Zuschauer verfolgten am Samstag abend die dramatische Endausscheidung. Neben fahrerischem Können waren hier auch Mut und Nervenstärke gefragt: Eine harte Probe für die Enduristen und die nagelneue

F 800 GS Adventure, die über steile Auf- und Abfahrten, über Betonröhren, Wippen und Balken manövriert werden musste. „Ich hätte nie im Leben damit gerechnet, ins Finale zu kommen“, strahlte der 37-jährige Heizungsbauer, für den der Spaß am Motorradfahren am wichtigsten ist. „Und jetzt fahre ich im nächsten Jahr zur internationalen BMW Motorrad GS Trophy – das muss ich erst mal meiner Frau beibringen“, so der Vater von drei Töchtern.

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