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BMW GS Trophy (Tag 5): Härtetests und Leidensgeschichten

Redakteur: Sophia Stölting

Das Fahrkönnen der GS Trophy Teilnehmer wurde an Tag fünf besonders stark gefordert.

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An Tag fünf wurden Geschicklichkeit und starke Nerven gefordert.
An Tag fünf wurden Geschicklichkeit und starke Nerven gefordert.
(Foto: BMW)

An Tag fünf startete und endete die GS Trophy 2014 erstmals am selben Ort: an der Kootenay Lakeview Lodge. Nach einhelliger Meinung der Teilnehmer bot die 200 Kilometer lange Rundfahrt in Sachen Fahrkönnen die bisher beste Mischung des ganzen Events. Dazu zählten eine 45 Kilometer lange Piste mit Sicht auf Gletscherseen und eine Sonderprüfung namens „McDonald-Hang“. Bei dieser Prüfung mussten alle vier Teammitglieder auf einer steilen Bergauffahrt über loses Geröll ihre Leistungsgrenzen ausreizen.

Für Entspannung blieb wenig Zeit: Im nächsten Teil der Strecke erwartete die Fahrer auf der „Rutschpartie“ eine anstrengende Überquerung eines felsigen Bergsturzes mit anschließender Abfahrt. Es folgte der Höhepunkt des Tages: eine Auffahrt zum Sandon Pass, bei der sie eine 28°-Spitzkehre nehmen mussten. Aus Sicht vieler Teilnehmer war das nichts für schwache Nerven. Als das Team USA Schwierigkeiten hatte, sein angeschlagenes Motorrad auf diesem Parcour bis zum Gipfel zu transportieren, unterstütze sie das Team Italien. Beide Teams trafen mit über einer Stunde Verspätung ein. Die übrigen Trophy-Teilnehmern beglückwünschten diese zu ihrem Einfallsreichtum und ihrer Teamarbeit.

Die anderen, die diese Herausforderung rechtzeitig bewältigt hatten, konnten sich auf dem Rückweg zum Camp an den heißen Quellen von Ainsworth erholen und den Muskelkater bekämpfen. An der Kootenay Lakeview Lodge erwartete sie schließlich die letzte Sonderprüfung des Tages – ein mehrteiliger Geschicklichkeitstest, der aus Radwechsel, Trials-Riding und dem Heben der mehr als 200 kg schweren R 1200 GS über einen Baumstamm bestand.

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Als die Sonne über dem idyllischen Städtchen Balfour unterging, versammelten sich Gäste, Teamteilnehmer, Journalisten und lokale Würdenträger, um den GS Lifestyle ausgiebig zu feiern. Dort erwartete Vincent Biau aus Team Frankreich die größte Überraschung des Tages: Seine Freundin und „One World. One GS.“-Fahrerin Stephanie Rowe, war eingeflogen, um die Teilnehmer und Gäste zu empfangen. Vincent Biau glaubte bis zu diesem Zeitpunkt, dass sie in dem mehrere tausend Kilometer entfernten London sei. „Jetzt, wo Stephanie hier ist, bin ich auf jeden Fall ein Gewinner.“, freute sich der verliebte Vincent.

Der anstrengende Tag klang mit Livemusik der Rockband Frankie McQueen aus, die eine achtstündige Fahrt von Calgary nach Balfour auf sich genommen hatte, um bei der GS Trophy dabei zu sein.

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