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BMW R 1250 RT: Schlankheitskur für den Reisedampfer

| Autor: Jan Rosenow

Mit neuem Design, radarbasierter Geschwindigkeitsregelung und integriertem Navigationssystem beantwortet die neue Generation der Tourenmaschine die letzten noch offenen Fragen der Reisefans.

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Sportlich, sportlich! Mit den schmalen LED-Scheinwerfern erinnert die neue BMW R 1250 RT an die kleine Schwester RS.
Sportlich, sportlich! Mit den schmalen LED-Scheinwerfern erinnert die neue BMW R 1250 RT an die kleine Schwester RS.
(Bild: BMW)

Für viele Langstreckenfahrer ist die vollverkleidete Reisemaschine immer noch das Maß der Dinge für genussvollen Motorradtourismus. In diesem Segment ist BMW mit dem Kürzel RT seit Jahrzehnten der Platzhirsch. Und es ist nicht zu erwarten, dass sich daran so schnell etwas ändert – denn die überarbeitete BMW R 1250 RT punktet mit schlankerem, deutlich attraktiverem Design als ihre etwas bauchige Vorgängerin sowie mit zwei neuen Features, die einen echten Mehrwert bieten.

Eines davon ist die als Sonderausstattung verfügbare Active Cruise Control (ACC). Dank Radarsensor ermöglicht sie entspanntes Dahingleiten mit Abstandsregelung, ohne selbsttätig die Geschwindigkeit an das vorausfahrende Fahrzeug anpassen zu müssen. ACC basiert auf der serienmäßigen Dynamic Cruise Control (DCC), die automatisch die vom Fahrer eingestellte Fahrgeschwindigkeit hält. Falls die Bremswirkung des Motors hierfür nicht ausreicht, aktiviert das System die Vollintegral-Bremse.

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Die zweite Neuheit ist das 10,25 Zoll große TFT-Farb-Display mit integrierter Kartennavigation und umfangreicher Konnektivität. Erstmals bei einem Motorrad kann das serienmäßige Display eine Navigationskarte darstellen und macht damit ein zusätzliches Gerät überflüssig. Die Routenberechnung geschieht allerdings im Smartphone des Fahrers, das über WLAN mit der Maschine vernetzt sein muss. Und ein Touchscreen ist das Display ebenfalls nicht – die Bedienung während der Fahrt ist nur mit dem Controller am Lenker möglich.

Die Sonderausstattung „Komforttelefonie mit erweiterter Smartphone-Anbindung“ ist dann der letzte Baustein im Pkw-ähnlichen Elektronikangebot der neuen RT. In einem gegen Spritzwasser geschützten und per Elektrolüfter durchlüfteten Staufach kann der Fahrer sein Smartphone sicher unterbringen und dessen Akku induktiv oder per USB-Anschluss laden.

Spielereien aus dem Automobilbereich

Mit der Modellüberarbeitung hält nun die LED-Lichttechnik auch beim Hauptscheinwerfer der RT Einzug. Mit der Sonderausstattung „Adaptives Kurvenlicht“ wird das Abblendlicht abhängig von der Schräglage in die Kurve hineingedreht. Auf diese Weise werden Kurven nahezu voll ausgeleuchtet, weil sich das Licht dort befindet, wohin sich das Motorrad bewegt. Als weitere Sonderausstattung stehen zukünftig das Begrüßungslicht („Welcome“-Funktion), zur Verabschiedung die „Good bye“-Funktion sowie zur Orientierung die „Follow me home“-Funktion zur Verfügung – Spielereien aus dem Automobilbereich, die für die meistens in einer Garage untergebrachten Motorräder eher weniger Relevanz haben.

Doch auch die Hardware der Tourenmaschine hat BMW verbessert. Serienmäßig ist sie mit dem neuen Vollintegral-ABS Pro ausgerüstet. Dabei handelt es sich um eine Bremsanlage, bei der sowohl mit dem Hand- als auch dem Fußbremshebel jeweils die vordere und hintere Bremse gleichzeitig betätigt werden. In Kombination mit dem Schräglagen-ABS Pro und der dynamischen Bremskraftverteilung stellt das Vollintegral-ABS Pro laut BMW „das perfekte Bremssystem für einen Tourer wie die R 1250 RT“ dar.

Für die Beschleunigung sorgt der Zweizylinder-Boxermotor mit nach wie vor 1.254 Kubikzentimetern Hubraum, aber nun mit Euro-5-Zulassung. Die Leistung bleibt mit 100 kW/136 PS unverändert. Der Basispreis für die R 1250 RT beträgt 18.862 Euro.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group