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Boom Trikes macht das Schalten überflüssig

| Redakteur: Markus Lauer

Das neue Fighter-Trike X11 von Boom Trikes ist mit einem Automatikgetriebe mit Tiptronic ausgestattet. Der Motor stammt von Peugeot.

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Der neue Fighter X11.
Der neue Fighter X11.
(Foto: Boom-Trikes )

Die 140 PS treiben das Fighter-Trike ordentlich an, das Automatikgetriebe schaltet beim Ruck am Gas sofort einen Gang zurück, und die Maschine zieht los. Die Sitzhaltung ist sehr bequem, das Trike liegt wie ein Brett auf der Straße.

Die Automatik verrichtet ihren Job tadellos und Boom Trikes ist überzeugt, dass mit diesem Trike auch mehr Frauen Spaß am Fahren bekommen. Es fährt sich herrlich leicht, nur beim Wenden bemerkt man, dass es doch ein ausgewachsener Bolide ist.

Ganz neu ist das Automatikgetriebe für das Fighter-Trike nicht. Bis 2007 verbaute Boom in seinem Flaggschiff einen 120 PS-Ford-Motor mit zwei Litern Hubraum.

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Wolfgang Merkle, Chef von Boom Trikes, zu den Gründen für das Revival dieser Getriebeart: „Die Nachfrage ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Dazu kam, dass uns Peugeot ein gutes Angebot für ihren im firmenintern EW10 genannten Motor gemacht hat. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang war auch die Unterstützung von Peugeot im Bereich der elektronischen Motor- und Getriebesteuerung und des CAN-Bus-Systems. Der Motor, der jetzt im neuen Fighter X11 verbaut wird, ist treibt übrigens den Peugeot 307 an. Er wird bereits seit 2001 mit Automatikgetriebe hergestellt und kann nach dieser Zeit als ausgereift gelten.

Manuelle Schaltgasse mit Tiptronic

Nun ist die Adaption eines modernen Automotors in ein Trike nicht einfach. Im Auto wird heutzutage eine große Menge elektronischer Systeme über CAN-Bus angesteuert: Airbag, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Schiebedach, elektrische Sitzheizung, etc.

Boom Trikes hat in Kooperation mit Rewaco einen Spezialisten beauftragt, der ein Gerät entwickelt hat, das diese fehlenden Komponenten simuliert. Ebenso mussten die geänderten Bedingungen wie Reifendurchmesser und Gewicht eingebracht werden.

Das vollautomatische Viergang-Wandlergetriebe des Fighter-Trikes verfügt über eine manuelle Schaltgasse mit Tiptronic. Per Knopfdruck kann von Eco- auf Sportschaltung gewechselt werden.

140 PS und ein Drehmoment von 200 Nm bei 4.000 min-1 sorgen für ordentlich Vorschub. Darüber hinaus ist das Fahrwerk und die Ausstattung sehr komfortabel. Gediegen, aber sportlich, prädestiniert für längere Reisen, so könnte man das Trike beschreiben.

Der lange Radstand und der Mittelmotor sorgen für Spurstabilität. Das Topcase im Heck zeigt die Gratwanderung, die Boom mit dem Fighter gegangen ist. Es sollte es mit der klassischen Aufteilung von Kotflügeln, halboffenem Heck und sichtbaren Auspuffkrümmern noch an das Design der ursprünglichen Trikes anknüpfen.

Der Fighter-Käufer verzichtet auf den großen Heckkofferraum wie bei den Mustang-Modellen und wird dafür durch ein attraktives Heckdesign belohnt, welches sich vom Mustang, RF1 und ähnlichen absetzt.

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