Boom Trikes macht das Schalten überflüssig

Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Mit dem Boom Fighter X11-2,0 A steigt der schwäbische Trikespezialist Boom Trikes in die Premiumklasse für Automatikfans ein.

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Der neue Boom Fighter Automatik X11-2,0 A.
Der neue Boom Fighter Automatik X11-2,0 A.
(Foto: Boom Trikes)

Die Firma Boom Trikes Fahrzeugbau GmbH aus dem schwäbischen Sontheim setzt auf Automatik. 1990 von Wolfgang und Christine Merkle gegründet, entwickelt und baut das Unternehmen für den weltweiten Markt. Die aktuelle Produktpalette umfasst sechs Modelle: den New Highway, den Low Rider, den Mustang, den Mustang Family, den Fighter Automatik sowie das Hayabusa Trike.

Heute beschäftigt Boom Trikes am schwäbischen Firmensitz in Sontheim ca. 30 Mitarbeiter. Dort werden die Fahrzeuge geplant und in Handarbeit gefertigt. Das Boom Trikes-Händlernetz umfasst national und international knapp 100 Händler und Vermietungen. Mit dem Boom Fighter X11-2,0 A steigt der Trikespezialist in die Premiumklasse für Automatikfans ein. Yvonne Faber vom „Trike-Magazin“ ist das Teil probegefahren und hat uns eine Geschichte dazu recherchiert.

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On the road mit dem Automatikfighter

„Die 140 PS treiben das Fighter-Trike ordentlich an. Es reagiert auf die kleinste Bewegung der Gashand. Das Automatikgetriebe schaltet beim Ruck am Gas sofort einen Gang zurück, und die Maschine prescht los. Ich segle über die gut ausgebaute Landstraße und lehne mich entspannt zurück. Die Sitzhaltung ist sehr bequem. Der Gasgriff lässt sich ohne große Kraftanstrengung drehen, das Trike liegt wie ein Brett auf der Straße. Lasse ich die Gashand ruhig, blubbert das Fighter-Trike sonor über den Asphalt. Aber wehe, ich drehe mal kurz dran. Gas und Bremse, mehr braucht keiner. Die Automatik macht ihren Job tadellos. Ich bin überzeugt, dass mit diesem Trike auch mehr Frauen Spaß am Fahren bekommen. Es fährt sich herrlich leicht, nur beim Wenden bemerkt man, dass es doch ein ausgewachsener Bolide ist. Mädels, traut euch, das ist nicht nur was für Männer.“

Ganz neu ist das Automatikgetriebe für das Fighter-Trike nicht. Bis 2007 verbaute Boom in seinem Flaggschiff einen 120 PS-Fordmotor mit zwei Litern Hubraum. Ford änderte danach seine Produktpalette. Der neue Motor mit Automatikgetriebe war für den Trikehersteller aus Sontheim nicht mehr attraktiv. Auch war die Nachfrage nach Automatikgetrieben zu dieser Zeit nur sehr mäßig. Wolfgang Merkle, Chef von Boom Trikes, über die Gründe für das Revival dieser Getriebeart: „Die Nachfrage ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Dazu kam, dass uns Peugeot ein gutes Angebot für ihren im Firmenjargon EW10 genannten Motor gemacht hat. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang war auch die Unterstützung von Peugeot im Bereich der elektronischen Motor- und Getriebesteuerung und des CAN-Bus-Systems. Der Motor, der jetzt im neuen Fighter X11 verbaut wird, ist übrigens ein alter Bekannter aus dem Peugeot 307. Er wird bereits seit 2001 mit Automatikgetriebe hergestellt und kann nach dieser Zeit als ausgereift gelten.“

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