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Brembo nimmt 2016er-EU-Regel vorweg

| Redakteur: Chris Sternitzke

Bremssystem verteilt die Bremskraft auf Vorder- und Hinterrad. Durch die Funktion eines Spezialventils blockiert das Hinterrad immer vor dem Vorderrad. Das Produkt ist eine frühe Reaktion auf die 2016 in Kraft tretenden EU-Bestimmungen, welche diese Systeme verlangen.

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„Mehr Sicherheit, speziell für ungeübte Fahrer“, verspricht Brembo mit dem Bybre-Bremssystem.
„Mehr Sicherheit, speziell für ungeübte Fahrer“, verspricht Brembo mit dem Bybre-Bremssystem.
(Foto: Brembo)

Mehr Sicherheit, speziell für ungeübte Fahrer: Das verspricht sich Brembo von seinem neuen Bremssystem. Unter der Eigenmarke Bybre, welche auf Scooter und Motorräder mit kleineren und mittleren Hubräumen spezialisiert ist, wurde eine neue, kombinierte Bremsanlage entwickelt. Das Unternehmen spricht dabei von mehr Sicherheit, da die Bremskraft auf Vorder- und Hinterrad optimaler verteilt wird.

Das System besteht am Vorderrad aus einem 3-Kolben-Schwimmsattel mit 24 mm Durchmesser. Der mittlere Kolben wird von einem hinteren Hauptbremszylinder mit 14 mm Durchmesser und integriertem Tank gesteuert. Die beiden äußeren Kolben hingegen werden von einem vorderen Hauptbremszylinder mit 12 mm Durchmesser, der in den Lenker integriert ist, aktiviert.

Spezialventil bestimmt Druckverteilung

Ein Spezialventil, das zwischen dem hinteren Hauptbremszylinder und dem vorderen Bremssattel angeordnet ist, bestimmt die Druckverteilung zwischen vorderem und hinterem Bremssattel. Es sorgt dafür, dass das Hinterrad bei Betätigen des Bremspedals immer vor dem Vorderrad blockiert. Das bietet laut Herstellerangaben eine deutlich bessere Bremsleistung als eine herkömmliche Bremsanlage. So entsteht ein Vorteil für ungeübte Fahrer, die bei rutschigem Straßenbelag die Vorderbremse nicht gerne voll einsetzen. Dieses System wird gemäß den neuen EU-Bestimmungen, die 2016 in Kraft treten, bei allen Scootern und Motorrädern obligatorisch.

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